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19.05.2014

18:00 Uhr

350 Durchsuchungen weltweit

Behörden gelingt Schlag gegen Internet-Kriminalität

Mit einem koordinierten Einsatz in verschiedenen Ländern stellen die Behörden bei Hunderten Tatverdächtigen Schadsoftware sicher. Allein in Deutschland wurden Wohnungen von 111 Tatverdächtigen durchsucht.

Der sichergestellte Trojaner übernimmt die Kontrolle des infizierten Rechners und schneidet unter anderem die Tastatureingaben mit. dpa

Der sichergestellte Trojaner übernimmt die Kontrolle des infizierten Rechners und schneidet unter anderem die Tastatureingaben mit.

FrankfurtWeltweiter Schlag gegen Datenklau: Bei einem koordinierten Einsatz in verschiedenen Ländern haben die Behörden bei Hunderten Tatverdächtigen Schadsoftware sichergestellt, mit der digitale Identitäten ausgespäht werden können. Wie die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität am Montag berichtete, erfolgten die Durchsuchungen bereits vergangene Woche.

Bundesweit seien die Wohnungen von 111 Tatverdächtigen durchsucht worden, weltweit mehr als 350. Ermittelt wird wegen des Verdachts des Ausspähens von Daten und Computerbetrugs. „Das Verfahren markiert einen Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Cybercrime“, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft. Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität ist eine Außenstelle; sie wird für das Bundeskriminalamt tätig, wenn die örtliche Zuständigkeit unklar ist oder gegen viele Täter ermittelt wird.

Die Beschuldigten sollen den Trojaner „Blackshades“ erworben und eingesetzt haben. Diese Schadsoftware diene „ausschließlich dazu, kriminelle Handlungen zu begehen“, sagte die Sprecherin. Der Trojaner übernimmt die Kontrolle des infizierten Rechners, schneidet die Tastatureingaben mit, verschlüsselt die Dateien - um später die Freigabe zu erpressen - und kann digitale Identitäten ausspähen.

Von

dpa

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