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24.01.2005

08:35 Uhr

Abonnement für unbegrenzten Zugang

Napster kommt nach Deutschland

VonSimone Fuchs (Handelsblatt)

Der Online-Musikdienst Napster will Endes des Jahres nach Deutschland expandieren. Dies kündigte Brad Duea, US-Chef von Napster, in einem Forum auf der Musik-Technologie-Konferenz Midemnet in Cannes an.

Napster setzt auf Abonnements.

Napster setzt auf Abonnements.

HB CANNES. Dabei setzt Duea vor allem auf Abonnements: „Erst damit kann man wirklich Geld verdienen“, sagte er. Napster vertreibt bereits in den USA und in Großbritannien rund eine Millionen Lieder an Abo-Kunden, die monatlich rund zehn Dollar für den unbegrenzten Zugang zum Angebot zahlen.

Deutsche Musik-Download-Plattformen, etwa von T-Online oder Karstadt, haben im Unterschied dazu ihre Songs bisher einzeln oder als Paket verkauft. In der Branche ist klar, dass dies zwar der Marke nutzt, aber meist ein Verlustgeschäft ist. Dank treu zahlender Abo-Kunden könnten sich die Download-Dienste endlich rentieren. „Unsere Nutzer hören sich für acht bis zehn Dollar im Monat 200 verschiedene Songs an – damit arbeiten wir profitabel“, sagt etwa Dan Sheeran, Vizepräsident des Softwareunternehmens Real-Networks.

Ob Kunden auch mittelfristig bereit sind, sich für unbegrenzten Zugang zu einer Musikplattform an ein Abonnement zu binden, gilt in der Branche aber als umstritten. „Wir stehen ständig in Kontakt mit unseren Nutzern und haben festgestellt, dass viele von ihnen das Abo-Modell erst einmal gar nicht verstehen“, sagt Nick Lehman von MTV Networks, der Online-Tochter des Musikkanals MTV.

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