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27.10.2014

10:14 Uhr

Abzocke im Internet

Wie Betrüger per E-Mail abkassieren

Quelle:dpa

„Dringende Bitte“ oder „Hallo mein Freund“: E-Mails mit solchen Betreffzeilen landen täglich in vielen Postfächern. Fast alle haben nur ein Ziel: den Empfänger abzocken. Doch was tun, wenn der Absender ein Freund ist?

Bei Geldanfragen skeptisch werden dpa

Bei Geldanfragen skeptisch werden

Stuttgart/Bonn„Möchten Sie bis zu 350 Euro am Tag nebenbei verdienen? Seriös, bequem von zu Hause aus? Ohne Kosten und Risiko!“ Die meisten dürften solche E-Mails gleich in den Spamordner oder Papierkorb verschieben. Doch immer wieder finden sich Menschen, die in der Hoffnung auf leicht verdientes Geld antworten.

„Wenn das Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, müsste man hellhörig werden“, warnt Kriminaloberrat Harald Schmidt. „Doch leider gilt hier oft: Gier frisst Hirn.“

Den Angeschriebenen wird für das Weiterleiten größerer Geldbeträge über das eigene Konto eine Provision angeboten, erläutert Schmidt, der Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes ist. Letztlich handelt es sich aber um Geldwäsche, da die Hintermänner das Geld mit kriminellen Machenschaften erbeutet haben. „Jeder muss damit rechnen, dass diese Gelder von den rechtmäßigen Eigentümern zurückverlangt werden“, warnt Schmidt.

Eine verbreitete Masche ist der Vorschussbetrug. Bekanntgeworden ist er auch unter dem Oberbegriff „Nigeria Connection“, weil nigerianische Banden schon in den 80er Jahren Faxe streuten, in denen sie märchenhafte Summen für erfundene Geschäfte, Transaktionen oder Erbschaften versprachen – wenn man dafür mit vermeintlich notwendigen Gebühren in Vorleistung geht.

Heute werden solche dubiosen Angebote per E-Mail verschickt. Wer auf solche Mails eingeht, wird zunächst um eine „geringe Gebühr“ gebeten, vorgeblich etwa für Überweisungen, Anwaltskosten, Steuern oder Bestechungsgelder. Das beginnt mit geringen Summen und steigert sich bis zu fünfstelligen Beträgen, sagt Schmidt. „Für die Betrüger hat das Internet einen riesigen Vorteil: Es kostet sie nur Zeit.“

„Eine neue und noch relativ unbekannte Methode besteht im Versenden von Mails mit Todesdrohungen“, erläutert die Polizei Bayern. „Hier erhalten Internetnutzer englischsprachige Mails, in denen sie mit dem Tode bedroht werden, sollten sie nicht innerhalb von zwei Tagen antworten und 5000 US-Dollar per Western Union überweisen.“

Kommentare (1)

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Herr Frank Müller

27.10.2014, 11:52 Uhr

Ein Bekannter ist leider Opfer eines gekaperten Emailaccounts geworden. Hätte er zuerst persönliche Umstände/Daten erfragt, wäre der Schwindel sofort aufgeflogen. Aber so zahlte er $250 per Western Union um angebliche Hilfe zu leisten ....

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