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21.01.2005

17:45 Uhr

Alarmanlage und Babyfon mit Mobilfunktechnik

Mobiler Wachhund

Ein mobiles Überwachungssystem schickt eine SMS wenn das Baby schreit oder ein Dieb das Auto klaut.

Mobiles Überwachungssystem mit Handy-Technologie, Foto: Siemens AG

Mobiles Überwachungssystem mit Handy-Technologie, Foto: Siemens AG

hiz DÜSSELDORF. Wie die Forschungszeitschrift "Pictures of the Future" berichtet, entwickeln die Siemens-Forscher zur Zeit ein Gerät für die mobile Kommunikation, dass Alarm schlägt, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.

Obwohl das MyAy getaufte System auf der gleichen Technik wie Handy und Co. basiert, soll es nicht mit seinem Besitzer herumgetragen werden. Es soll seine Umgebung überwachen und Veränderungen melden. Dazu besitzt es verschiedene Sensoren, eine einfache Tastatur und kein Display. Mit dem eingebauten Mobilfunkmodul hält MyAy Kontakt zu anderen Handys und ist sozusagen ein so genanntes Always-on-Gerät. In der Erstversion sind ein Mikrofon, ein Lautsprecher und mehrere andere Sensoren eingebaut. So erkennt ein Infrarotsensor, wenn sich in der Umgebung etwas bewegt. Ein Beschleunigungssensor registriert, wenn das Gerät selbst bewegt wird. Eingebaut sind auch ein Temperatursensor und ein Geräuschsensor.

Eingesetzt werden kann der mobile Überwacher etwa als mobiles Babyfon, als Alarmanlage im Auto oder im Urlaub. Wird das Gerät ins Auto oder im Urlaub ins Zelt gelegt, informiert es den Besitzer beispielsweise, wenn sich jemand daran zu schaffen macht. Ist zum Beispiel ein bestimmter Lautstärkepegel erreicht oder bewegt sich etwas vor seiner Infrarot-Linse, setzt MyAy eine warnende SMS ab oder wählt eine voreingestellte Handynummer an.

Das System basiert auf einer Java-Plattform. Deswegen lassen sich nach Ansicht der Entwickler nahezu beliebige Anwendungen für die unterschiedlichsten Einsatzfelder Implementieren. Programmiert wird der elektronische Wachhund über SMS, eine Java-Applikation, eine Webseite oder eine WAP-Handy.

Die erste Version des Gerätes soll im Frühjahr 2005 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Mobilfunkunternehmen getestet werden. In einer weiteren Version denken die Forscher über den Einbau einer Kamera nach. Mittels eines eingebauten GPS-Moduls könnte auch die eigene Position übermitteln werden.

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