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29.12.2014

10:55 Uhr

All-in-One-PCs

Rechner mit Wow- und WAF-Faktor

Quelle:dpa

Computer müssen längst nicht mehr grau und langweilig sein oder mit ihrem Kabelsalat die Wohnung verunstalten. All-in-one-PCs sind eine leistungsstarke Alternative zu herkömmlichen Desktop-Rechnern und Laptops.

Gegenüber einem ähnlich platzsparenden Laptop hat ein All-in-one-PC den Vorteil, dass er ergonomischer ist. dpa

Gegenüber einem ähnlich platzsparenden Laptop hat ein All-in-one-PC den Vorteil, dass er ergonomischer ist.

BerlinWer einen PC mit großem Bildschirm, aber wenig Platzbedarf sucht, wird schnell auf All-in-one-Rechner stoßen. Der komplette PC verschwindet meist hinter dem Bildschirm oder im Standfuß, und der übliche Kabelsalat entfällt. Beim Kauf eines solchen Geräts gibt es aber ein paar Tücken.

Der Rechner steckt im Monitorgehäuse – und den braucht man sowieso. Und so passt er gut ins Wohnzimmer oder einen anderen Raum, wo man den sonst typischen Kabelverhau nicht haben möchte. Ohne Kabelwirrwarr wirkt der Rechner viel dezenter. Durch den Wegfall der unansehnlichen Verkabelung erhöhe sich der WAF, heißt es dazu bei Wikipedia. Das ist der Woman Acceptance Factor – der weibliche Akzeptanz- oder Zustimmungsfaktor.

Lenovos A740 (ca. 1500 Euro) verbindet Computer und Tablet miteinander. Das Gerät hat einen Touchscreen und lässt sich ohne Tastatur bedienen. dpa

Lenovos A740 (ca. 1500 Euro) verbindet Computer und Tablet miteinander. Das Gerät hat einen Touchscreen und lässt sich ohne Tastatur bedienen.

Aber auch praktische Argumente sprechen für einen All-in-one-PC: Gegenüber einem ähnlich platzsparenden Laptop hat er den Vorteil, dass er ergonomischer ist, sagt Christian Hirsch von der Computerzeitschrift „c't“. Das macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn man mehrere Stunden hintereinander davor arbeitet. „Da ist es schon bequemer, wenn man den Monitor in der Höhe verstellen und die Tastatur auch weiter weg vom Monitor nehmen kann.“

Nicht nur vom Design her sind die iMacs von Apple das Vorbild für viele Hersteller von All-in-one-PCs. „Die haben meist einen sehr guten Bildschirm, auch mit der Geräuschentwicklung kriegen die das bei Apple gut hin, was nicht immer selbstverständlich ist“, sagt Hirsch. Die neuen iMacs haben jetzt auch das Retina-Display mit sehr hoher Auflösung, „da hängen die anderen PC-Hersteller noch sehr hinterher“, erklärt Hirsch.

All-in-one-PCs haben aber auch ihre Nachteile, die man vielleicht auf den ersten Blick nicht sieht. Zum einen lassen sie sich meist nur schlecht aufrüsten oder reparieren – und viele Teile lassen sich gar nicht ausbauen. „Meistens kann man nur den Arbeitsspeicher austauschen, manchmal auch die Festplatte“, sagt Hirsch. „Es gibt auch Geräte, die man gar nicht aufmachen kann.“

Geht beim All-in-one-PC der Bildschirm kaputt, ist der ganze Rechner außer Gefecht gesetzt. Und wenn der in die Reparatur muss, kann es sehr kostspielig werden, warnt Sven Schulz.

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