Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.05.2011

08:24 Uhr

Angeblich geklautes Design

Twitter-Kampagne gegen US-Boutiquenkette

Eine amerikanische Boutiquenkette sieht sich einer Kampagne von Twitter-Nutzern ausgesetzt. Angeblich hat sie das Design einer unbekannten Künstlerin geklaut. Selbst Teenie-Star Miley Cyrus ruft zum Boykott auf.

Teenie-Star Miley Cyrus beteiligt an dem Online-Protest gegen eine amerikanische Boutiquenkette. Quelle: dpa

Teenie-Star Miley Cyrus beteiligt an dem Online-Protest gegen eine amerikanische Boutiquenkette.

New YorkEine große amerikanische Boutiquenkette soll Schmuck nachgemacht haben und sieht sich jetzt einem Boykottaufruf via Twitter ausgesetzt. Der Kurznachrichtendienst ist voll von empörten Forderungen, nicht bei Urban Outfitters zu kaufen. Selbst Prominente wie "Hannah Montana"-Darstellerin Miley Cyrus rufen zum Kaufstopp auf. Von der Kette, die auch in Deutschland und anderen Ländern Europas verkauft, war zunächst nicht zu erfahren, ob die Aufrufe sich schon im Umsatz bemerkbar gemacht haben. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Urban Outfitters solcher Vorwürfe ausgesetzt sieht.

Dem "New York Magazine" zufolge soll der Textilriese das Schmuckdesign einer nahezu unbekannten Künstlerin kopiert haben. Das mutmaßliche Opfer, eine junge Frau namens Stevie Koerner aus der amerikanischen Provinz, verkauft eigene Arbeiten über das Internet. Da sie, wie sie schreibt, selbst ihre Heimat liebt, bietet sie Schmuck für Lokalpatrioten an: Die Umrisse der einzelnen amerikanischen Bundesstaaten, jeweils als Kettenanhänger und mit einem kleinen ausgestanzten Herzen. Und in der Tat: Das "NY Magazine" zeigt Bilder einer Kollektion von Urban Outfitters, die der von Koerner zum Verwechseln ähnlich sieht.

"Toll, dass jeder jetzt Urban Outfitters hasst", schreibt Cyrus über Twitter - und mehr als eine Million "Follower" bekommen die Nachricht direkt auf ihr Telefon oder ihren Computer. Und die 18-Jährige legt sogar noch einen drauf : "Nicht nur, dass sie von Künstlern klauen. Immer, wenn Du ihnen Geld gibst, finanzierst Du eine Kampagne gegen die Gleichberechtigung von Homosexuellen." Laut Cyrus unterstützt das Management Senator Rick Santorum und der soll gesagt haben: "Wenn wir Schwulenehen erlauben, wollen die Leute als nächstes ihren Goldfisch heiraten."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×