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18.01.2012

09:34 Uhr

Angriff auf Börsen

Israelische Hacker rächen Cyber-Angriff

Der Hacker-Krieg zwischen israelischen und arabischen Hackern eskaliert. Israelische Hacker rächen einen arabischen Cyber-Angriff auf die Börse in Tel Aviv. Israels Regierung äußerte sich erstmals öffentlich zu dem Hacker-Krieg.

Börse in Tel Aviv. Angriffe auf die Website der Börse rächten israelische Hacker mit Angriffen auf die Web-Präsenzen der Börsen in Riad und Abu Dhabi. AFP

Börse in Tel Aviv. Angriffe auf die Website der Börse rächten israelische Hacker mit Angriffen auf die Web-Präsenzen der Börsen in Riad und Abu Dhabi.

JerusalemNach den Hacker-Angriffen auf israelische Websites haben sich israelische Hacker am Dienstag laut einem Medienbericht die Websites arabischer Börsen erfolgreich angegriffen. Wie das israelische Nachrichtenportal Ynet am Dienstag berichtete, gelang es einer Gruppe israelischer Hacker, die Websites der Börsen in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sowie in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu stören. Am Dienstagabend funktionierten die Seiten wieder normal.

Ynet zitierte aus einer Mitteilung der Gruppe, in der diese sich zu den Cyber-Attacken bekennt und diese als Reaktion auf die Angriffe „jämmerlicher saudiarabischer Hacker“ vom Vortag bezeichnet. „Wenn die Angriffe der saudiarabischen Hacker weitergehen, werden wir die nächste Etappe nehmen und diese Seiten (...) für Wochen oder sogar Monate (...) zum Stillstand bringen“, heißt es demnach in der Erklärung. „Ihr seid gewarnt.“

Am Montag waren die Internetseiten der israelischen Fluggesellschaft El Al, der Börse in Tel Aviv sowie von mehreren israelischen Banken für mehrere Stunden lahmgelegt worden. Israels Vize-Außenminister Dany Ayalon sprach von „terroristischen“ Angriffen und drohte mit Vergeltungsmaßnahmen im Cyberspace. Ein Sprecher der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas-Organisation lobte am Montag die Hacker-Angriffe gegen Israel als „neue Form des arabischen und islamischen Widerstands gegen die israelische Besatzung“.

Am 11. Januar hatte ein israelischer Hacker mitgeteilt, er habe die Daten von 217 Kreditkarten von Saudiarabern veröffentlicht. Zuvor hatten saudiarabische und palästinensische Hacker die Daten von mehr als 20.000 israelischen Kreditkartenbesitzern offengelegt und die Websites öffentlicher Dienste wie der Feuerwehr angegriffen. Aufgrund der häufiger werdenden Cyber-Attacken betreibt Israel seit Anfang des Jahres ein eigenes Abwehrsystem gegen solche Angriffe.

Minister kritisiert Cyberangriffe

Israels Geheimdienstminister Dan Meridor kritisierte die Cyberangriffe. Es sei unangemessen, wenn Einzelpersonen die Initiative ergriffen und Internetseiten „im Namen

Israels“ attackierten, sagte Meridor am Mittwoch im öffentlichen israelischen Rundfunk. Es war die erste öffentliche Verurteilung der Cyberattacken durch ein Mitglied der israelischen Regierung.

Von

afp

Kommentare (2)

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RechtundGesetz

18.01.2012, 10:37 Uhr

Eine wunderbare Räuberpistole.
Nur glauben kann ich sie nicht.

Was nicht alles uns in unserer Zeit an Bären aufgebunden wird.

Wer denken kann, wird es nicht glauben können.

RechtundGesetz

18.01.2012, 10:37 Uhr

Eine wunderbare Räuberpistole.
Nur glauben kann ich sie nicht.

Was nicht alles uns in unserer Zeit an Bären aufgebunden wird.

Wer denken kann, wird es nicht glauben können.

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