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12.07.2011

11:24 Uhr

Anonymous

Hacker melden Diebstahl tausender Militär-Passwörter

Mitglieder des losen Online-Kollektives Anonymous haben wieder zugeschlagen: Nach eigenen Angaben stahlen sie tausende verschlüsselte militärische Passwörter.

Anonymous-Demonstrant mit Guy-Fawkes-Maske in Spanien. Mitglieder des losen Kollektivs haben offenbar militärische Passwörter erbeutet. Quelle: Reuters

Anonymous-Demonstrant mit Guy-Fawkes-Maske in Spanien. Mitglieder des losen Kollektivs haben offenbar militärische Passwörter erbeutet.

Washington/Berlin/London/Mitglieder der Online-Aktivistengruppe Anonymous haben nach eigenen Angaben tausende verschlüsselte militärische Passwörter von der dem US-Verteidigungsministerium nahe stehenden
Beraterfirma Booz Allen Hamilton gestohlen und im Internet veröffentlicht. Nach einem Test der Nachrichtenagentur AP scheinen viele dieser Passwörter trotz Verschlüsselung leicht knackbar.

Anonymous meldete den Diebstahl von 90.000 militärischen Passwörtern. Das Pentagon teilte mit, es sei sich des Zwischenfalls bewusst und tausche sich mit seinen Partnern darüber aus. Booz Allen Hamilton erklärte, entsprechend seiner Sicherheitsrichtlinien äußere sich das Unternehmen nicht zu dem Vorgang. Anoynmous reagierte sarkastisch: „Ihr habt Sicherheitsrichtlinien? Haben wir gar nicht bemerkt.“

Sie sei in einen Computer des Beratungsunternehmens Booz Allen Hamilton eingedrungen, „der grundsätzlich keine Sicherheitsmaßnahmen installiert hatte“, erklärte Anonymous im Internet. Adressen und die lediglich schwach verschlüsselten Passwörter wurden als Datentabelle auf der Plattform The Pirate Bay bereitgestellt.

Booz Allen Hamilton (BAH) erklärte über den Mitteilungsdienst Twitter, dass es „grundsätzlich zu spezifischen Drohungen oder Aktionen gegen unsere Systeme“ keine Stellungnahme abgebe. Das Beratungsunternehmen mit Sitz in Chicago unterhält enge Geschäftsbeziehungen zur US-Regierung, vor allem zum Pentagon und zu den Teilstreitkräften Heer, Marine und Luftwaffe.

Die Hacker bezeichneten ihr Vorgehen als Teil der „Operation Anti-Security“ (AntiSec), die am 20. Juni zusammen mit der inzwischen aufgelösten Gruppe LulzSec gestartet wurde. „BAH ist nur der Anfang“, twitterte einer der Anonymous-Aktivisten mit dem Alias-Namen Sabu. Zu den bisherigen Angriffszielen gehörten unter anderem die britische Polizeibehörde SOCA und die Polizei des US-Staats Arizona.

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