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12.05.2013

16:09 Uhr

Anti-Schwindel-Podcast

Hoaxilla jagt Verschwörungstheorien

Manche können Gedanken lesen, andere in den Sternen das Schicksal der Menschheit sehen. Zwei Hamburger haben Scharlatanen im Netz den Kampf angesagt. In ihrem Podcast widerlegen sie Verschwörungstheorien.

Die Macher von "Hoaxilla - der skeptische Podcast" Alexa und Alexander Waschkau. dpa

Die Macher von "Hoaxilla - der skeptische Podcast" Alexa und Alexander Waschkau.

HamburgAuf dem heiligen Stuhl regierte im Mittelalter heimlich eine Frau als Päpstin. Aliens entführten Menschen in Ufos zu geheimen Experimenten. Oft gibt es für solche Geschichten keine Beweise. Dennoch halten sich teils hanebüchene Behauptungen hartnäckig in der Welt und werden im Netz weit verbreitet.

In ihrem Podcast „Hoaxilla“ (engl. Hoax: Schwindel, Falschmeldung) gehen Alexa und Alexander Waschkau aus Hamburg Verschwörungstheorien und Wissenschaftsmythen mit wissenschaftlichen Erklärungen auf den Grund. Weshalb nehmen Menschen paranormale Phänomene wahr? Was ist dran an den Behauptungen? „Unser Gedanke ist, im Geist der Aufklärung und als Gegenstimme zu pseudowissenschaftlichen Glaubenssystemen das wissenschaftlich kritische Denken zu fördern“, sagt der 37 Jahre alte Psychologe Alexander Waschkau. Oder kurz gesagt: „Ich kann mich am Stammtisch darüber aufregen, wie blöd die Welt ist, oder etwas dagegen tun.“

Ihre Antworten findet das Hoaxilla-Duo in Büchern, Dokumenten, Archiven, auf Internetseiten oder im Austausch mit Wissenschaftlern - im Schnitt beschäftigen sie sich damit fünf Stunden pro Tag. Ziel der Sendung sei es nicht, Leute lächerlich zu machen, sondern deren Entdeckungen zu erklären, sagt die Ethnologin Alexa Waschkau (38). Nicht jede verbreitete Geschichte sei absichtlich erlogen. Oft hingen spektakuläre Falschmeldungen mit optischen Phänomenen zusammen - etwa der Wels am Baggersee, der für ein Krokodil gehalten wird. „Unser Wahrnehmungsapparat täuscht uns in der Natur irrtümlich Dinge vor, durch die es zu Verwechslungen kommt, weil der Größenvergleich fehlt.“

Innerhalb von drei Jahren haben sich viele digitale Fans um die Jäger der Verschwörungstheorien geschart. Mehr als zwei Millionen Mal wurden den Angaben zufolge die hundert Folgen bislang heruntergeladen. Jede Woche hören sich 30 000 Menschen die neueste Folge der Internet-Radiosendung an, die das Ehepaar immer sonntags an einem kleinen Mischpult im Wohnzimmer aufzeichnet.

Die Waschkaus gehören zur weltweiten Skeptikerbewegung - einem Netzwerk, das sich hauptsächlich aus Wissenschaftlern zusammensetzt. Wenn Forscher glauben, übernatürliche Phänomene mit angeblichen wissenschaftlichen Beweisen belegen zu können, spricht man von Pseudo- oder Parawissenschaft. Wo früher noch über Zauberei oder Handlesen gestaunt wurde, seien die Tricks und Versprechungen für viele Menschen heute mitunter gesundheitsgefährdend.

Kommentare (14)

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Ahaaaaaaaaaaaaa

12.05.2013, 16:39 Uhr

Stimmt die sehen aus, als könnten sie alles widerlegen und sogar beweisen.

cracknnig

12.05.2013, 18:14 Uhr

Die Seite ist absoluter Müll, warum werben sie dafür liebes Handelsblatt?

pool

12.05.2013, 19:15 Uhr

Der Fliegende Holländer wird hoffentlich auch bald als Verschwörung enttarnt und Max und Moritz sind auch noch da!

Neue Medien, neue Mythen.

Ich glaub' das alles nicht ..

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