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11.10.2011

01:46 Uhr

App vor dem Start

Facebook startet Offensive auf dem iPad

VonAxel Postinett

Auf dem iPad müssen sich Facebook-Nutzer bisher mit umständlicher Bedienung quälen. Damit ist bald Schluss: Eine neue App soll alles einfacher machen. Größter Profiteur dieses Schritts ist eine Online-Spielefirma.

Die neue Facebook-App ist auf den iPad-Bildschirm zugeschnitten. dapd

Die neue Facebook-App ist auf den iPad-Bildschirm zugeschnitten.

San FranciscoFacebook hat kapituliert. Über ein Jahr nach Einführung des iPad hat das soziale Netzwerk seine „App“ für Apples Media-Tablet herausgebracht. Verhandlungen über eine Integration von Facebook in das iPad scheinen damit vorerst gescheitert. Der Marktstart kommt nur einen Tag bevor die Facebook-Spielefirma Zynga zu einem großen Event nach San Francisco eingeladen hat.

Das Arbeiten mit dem beliebtesten Social Network der Welt war bislang auf dem iPad eine eher öde Veranstaltung. Nutzer mussten auf die Version für das viel kleinere iPhone zurückgreifen, die viele Vorteile des großen Touchscreen-Bildschirms nicht ausnutzt. Die spezielle iPad-Version wartet jetzt nicht nur mit einer höheren und bildfüllenden Auflösung auf, sondern gleichzeitig mit einer überarbeiteten Bedienführung, wie sie auch ab heute für die iPhone-Version verfügbar ist.

Als zusätzliche Funktion können jetzt Fotos oder Videos direkt aus der App heraus aufgenommen und auf die Seite hochgeladen werden. Benachrichtigungen oder Nachrichten erscheinen in einem Extrafenster. Die Hauptansicht mit dem Nachrichtenstrom muss man dazu nicht mehr verlassen. Nach Bearbeiten der Mitteilung findet man sich im Hauptschirm da wieder, wo man vorher war.

Dies ist eine wichtige Neuerung, und sie geht Hand in Hand mit der geplanten Umgestaltung der Profilseite auf das „Timeline“-Design. Darin wird das gesamte Facebook-Leben eines Mitglieds abgebildet sein. Entsprechend umfangreich ist die Timeline dann auch, und wer darin stöbert, soll in Zukunft nicht jedes Mal wieder von vorne anfangen müssen, nachdem er eine Botschaft verschickt oder ein Foto hochgestellt hat. Dann wären die Leute am Ende nur noch genervt. Der Hauptbildschirm selbst wird wie eine Schiebeschranktür nach rechts verschoben und öffnet das Gesamtmenü.

Mit der Integration des „App-Finders“ wird es zudem einfacher, neue Apps oder Spiele auszuprobieren, die zum Beispiel gerade von Freunden genutzt werden. Ein Klick auf eine Benachrichtigung leitet direkt zur App oder zum Spiel weiter.

Kommentare (1)

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gundel

12.10.2011, 00:10 Uhr

"Apple wiederum muss, ebenso wie Google, dringend einen Einstieg in die Social Media-Welt finden."

warum? beide haben ein auf mehreren Beinen stehendes hochprofitables Geschäftsmodell, können schnell in neue felder vorstoßen und sitzen offenbar am längeren Hebel. facebook muss schauen dass sie von allen gut zugänglich sind, sonst verlieren sie ihre existenzberechtigung.

allen weiterhin viel glück+innovationen!

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