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22.09.2011

13:37 Uhr

Apple

Al Gore plaudert Erscheinungsdatum der neuen iPhones aus

VonAchim Sawall
Quelle:Golem.de

Al Gore hat in Johannesburg davon gesprochen, dass neue iPhones im Oktober 2011 kommen. Wenn sich der Apple-Aufsichtsrat nicht geirrt hat, könnten mehrere neue Apple-Smartphones kommen.

Apple-Aufsichtratsmitglied Al Gore: Das neue iPhone kommt kommenden Monat. Reuters

Apple-Aufsichtratsmitglied Al Gore: Das neue iPhone kommt kommenden Monat.

BerlinApple-Aufsichtsrat Al Gore hat sich in einer Rede über den noch geheimen Starttermin des iPhone 5 geäußert. Gore sprach vor dem Discovery Invest Leadership Summit im südafrikanischen Johannesburg. Der frühere Vizepräsident der USA und Umweltschützer sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP und des Onlinemagazins Next Web zum Thema Wachstum der Computerbranche: "Ganz zu schweigen von den neuen iPhones, die nächsten Monat kommen." Seine Aussage könnte darauf hindeuten, dass mehrere neue iPhone geplant sind.

Das Prinzip Apple

Alles aus einer Hand

Konsistenz ist Teil der Designphilosophie von Apple. Dazu gehört ein möglichst einheitliches Nutzererlebenis. Apple bietet dazu vom Smartphone bis zum ausgewachsenen Profi-PC alle Gerätklassen an. Auf den kleinen Geräten iPhone und iPad läuft dabei das mobile Betriebssystem iOS, auf den Laptops und Desktop-Rechnern Mac OS X. Die Programme sind untereinander nicht kompatibel, allerdings bietet Apple viele eigene Applikationen für beide Plattformen an, etwa die Office-Suite iWork. Über die App Stores verkauft Apple außerdem noch Software für beide Plattformen online – bei iPhone und iPad sogar der einzig legale Weg, Software zu installieren.

Apples Gefängnis und Ausbruch-Tools

Apples Stärke ist zugleich auch der größte Kritikpunkt: Weil alles aus einer Hand kommt, behält Apple die volle Kontrolle. Im App Store schöpft Apple satte 30 Prozent der Umsätze ab, sowohl von gekauften Apps als auch von Käufen, die innerhalb von Apps getätigt werden. Immer wieder kommt der Konzern in die Schlagzeilen, weil Apps aus teilweise wenig nachvollziehbaren Gründen aus dem Store entfernt werden. So gelten dank Apple beispielsweise weltweit amerikanische Moralvorstellungen: Medien müssen nackte Haut zensieren. Ein Weg aus dem Apple-Gefängnis ist entweder ein sogenannter Jailbreak. Dabei führen iPhone- und iPad-Anwender ein Programm aus, das Sicherheitslücken in den Geräten nutzt, um das Gerät aus der Apple-Kontrolle zu befreien. Nach einem Jailbreak können alle Programme wie auf einem PC oder Mac installiert werden. Eine andere Alternative sind Programme, die im Browser laufen – auf das Internet haben auch iPhones und iPads freien Zugriff.

Mobile Geräte im Fokus

Apple betont regelmäßig, in erster Linie ein Hersteller mobiler Geräte zu sein. Erstens machen iPhone und iPad längst den Löwenanteil der Apple-Umsätze aus, zweitens sind auch die meisten verkauften Macs inzwischen Laptops. Das zeigte sich auch beim jüngsten Update des Mac-Betriebssystems Mac OS X. Die aktuelle Version Lion betont die Gestensteuerung, die vor allem bei Trackpads sinnvoll ist, die in Laptops verbaut werden.

iCloud löst iTunes als Zentrale ab

Zentrale Schnittstelle zwischen allen Apple-Geräten war bisher das Programm iTunes, über das die Geräte als „Hub“ auf Mac oder PC synchronisiert werden. Allerdings zeichnet sich mit der Einführung der iCloud eine Ablösung von iTunes als zentrales Hub ab – die Daten wandern nun in die "Wolke", also das Internet. Mit der iCloud soll das Internet zur zentralen gemeinsamen Schnittstelle aller Apple-Geräte werden. Dokumente werden im Netz gespeichert und können über sämtliche Plattformen synchron gehalten werden. iPad und iPhone sollen auch ohne Mac oder PC verwendbar sein.

„Es funktioniert einfach“

Apple war eine der ersten IT-Firmen, die Interessen und Wünsche des normalen Nutzers in den Mittelpunkt rückten. Nicht der Mensch soll sich der Bedienung des Computers anpassen, sondern der Computer dem Menschen – so zumindest die Idee. Entsprechend profitiert der Konzern auch vom Trend der „Consumerization“ der IT. Damit wird der derzeitige Trend beschrieben, dass Konsumenten-Produkte wie iPhone und iPad zunehmend auch die Unternehmen erobern, weil Menschen einfache und intuitive Bedienungen auch im Geschäftsleben schätzen. Kritiker meinen andererseits, dass Apple im Bemühen um eine möglichst intuitive Bedienung den Nutzern bei vielen Fragen zu wenig Freiheit lässt.

Am 23. August 2011 wurde berichtet, dass asiatische Auftragshersteller damit begonnen hätten, eine billigere Variante des iPhone 4 mit nur 8 GByte Flashspeicher zu produzieren. Das iPhone 4 ist seit Juni 2010 mit 16- und 32-GByte-Flashspeicher auf dem Markt. Die 8-GByte-Version des Smartphones soll bald marktfertig sein. Wie Golem.de von dem IT-Händler Telcoland erfahren hat, könnte im Oktober 2011 ein iPhone 4 GS erscheinen.

Das Blog des Wall Street Journals All Things Digital berichtete Mittwoch, dass Apples neuer Vorstandschef Tim Cook das iPhone 5 am 4. Oktober 2011 vorstellen werde. Einige Wochen nach der Produktvorstellung soll das neue Smartphone in den Handel kommen. Der Chef der France Télécom, Stéphane Richard, hatte erklärt, dass das iPhone 5 in Frankreich um den 15. Oktober erscheinen werde. Das iPhone 4 wurde in den USA, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Japan zeitgleich in den Verkauf gebracht.

Apple-Auftragshersteller haben die Produktion des iPhone 5 in ihren Fabriken in China stark gesteigert. Foxconn stellt derzeit täglich 150.000 neue Apple-Smartphones her.

Kommentare (2)

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nik

22.09.2011, 14:01 Uhr

kleiner nebensächlicher Fehler im Text. Al Gore ist kein Umweltschützer...

Account gelöscht!

22.09.2011, 16:34 Uhr

Wenn all jene, denen er Wasser predigt, dieses auch trinken, kann er doch Wein saufen. Meint er jedenfalls.

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