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21.03.2012

08:35 Uhr

Apple dementiert

Das neue iPad ist heiß - aber nicht zu heiß

Das neue iPad ist ein wahres Kraftpaket. Da wundert es kaum, dass sich zahlreiche Nutzer über eine erhöhte Betriebstemperatur ärgerten. Allerdings dementierte Apple überraschend schnell entsprechende Gerüchte.

Laut Apple braucht niemand Angst davor zu haben, sich die Finger am neuen iPad zu verbrennen. dpa

Laut Apple braucht niemand Angst davor zu haben, sich die Finger am neuen iPad zu verbrennen.

New YorkApple wehrt sich gegen Kritik, sein neues iPad werde zu heiß. Die Temperatur liege im Rahmen der Vorgaben, betonte eine Apple-Sprecherin am Dienstag. Nutzer mit Problemen sollten sich an den Kundendienst wenden.

Am Dienstag erklärte auch das bekannte US-Testmagazin „Consumer Reports“, das neue Gerät habe sich in seinen Versuchen stärker aufgeheizt als das iPad 2. In der Spitze seien umgerechnet knapp 46,7 Grad Celsius erreicht worden (116 Grad Fahrenheit). Allerdings lief dafür eine Dreiviertelstunde lang ununterbrochen das von der Grafik her anspruchsvolle Spiel „Infinity Blade II“. Es ist eine Temperatur, die auch bei Notebooks nicht ungewöhnlich ist.

Schon nach dem Verkaufsstart der dritten Generation des populären Tablet-Computers am Freitag hatte es Berichte gegeben, wonach sich das neue iPad teilweise merklich wärmer anfühle als die Vorgängermodelle. Apple hat das Gerät mit einem deutlich verbesserten Bildschirm, einem mächtigeren Grafik-Prozessor, LTE-Funkchips und einer stärkeren Batterie ausgerüstet - was als mögliche Quellen für die zusätzliche Wärme gesehen wurde. Andere Nutzer und Experten berichteten zugleich, keine stärkere Hitzeentwicklung gespürt zu haben.

Der Onlinedienst CNET erklärte, der Grund für mehr Wärme dürfte höchstwahrscheinlich das verbesserte Display sein: Die höhere Bildschirmauflösung erfordere mehr Hintergrundbeleuchtung. Auch CNET stufte die leicht höhere Temperatur als beim iPad zwei aber als unbedenklich ein. „Das iPad wird nicht heiß genug, um ein Ei darauf zu braten“, hieß es mit einer Prise Ironie.

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Fast interessanter als die Apple-Antwort selbst ist die Tatsache, dass der Konzern überhaupt so schnell auf die Kritik reagiert hat. Üblicherweise konnten mehrere Wochen vergehen, bis das Unternehmen sich zu Wort meldete - wenn überhaupt. So dauerte es zum Beispiel lange, bis Apple im Sommer 2010 auf Berichte über Empfangsprobleme bei seinem iPhone vier einging. Die schnellere Kommunikationspolitik gilt als neuer Ton unter Konzernchef Tim Cook, der im vergangenen August den wenig später verstorbenen Firmengründer Steve Jobs ablöste.

„Consumer Reports“ hatte schon beim Start des iPhone vier erklärt, man könne das Telefon wegen Empfangsproblemen nicht empfehlen. Die US-Kunden hielt es nicht davon ab, das Gerät millionenfach zu kaufen.

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dpa

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