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07.09.2016

21:33 Uhr

Apple-Keynote

Super Mario gibt sein Smartphone-Debüt

Apple-Chef Tim Cook will künftig zusammen mit dem japanischen Spieleentwickler Nintendo Goldmünzen sammeln: Die kultige Figur „Super Mario“ wird – zum ersten Mal überhaupt – in einem Smartphone-Spiel auftauchen.

Super Mario (oben): Tim Cooks neuer Goldesel? Reuters

Kooperation zwischen Apple und Nintendo

Super Mario (oben): Tim Cooks neuer Goldesel?

San FranciscoNintendo bringt nach jahrelanger Zurückhaltung mit „Super Mario“ erstmals eine seiner beliebten Figuren auf ein Smartphone. Der japanische Spiele-Spezialist kündigte am Mittwoch überraschend das Spiel „Super Mario Run“ zum Auftakt eines Apple-Events in San Francisco an. Die Anleger jubeln: Nintendo-Papiere legten im freien Handel um bis zu 26 Prozent zu.

Nintendo bot seine Spiele lange Zeit grundsätzlich nur für die eigenen Spielekonsolen an. Inzwischen spielen aber immer mehr Menschen die günstigen bis kostenlosen Smartphone-Games. Das Nintendo-Geschäft steht unter Druck. Im Sommer war bereits mit „Pokemon Go“ einer Nintendo-Beteiligung ein Smartphone-Hit gelungen. Dieser wird auch auf der Apple-Uhr spielbar sein.

Neue iPhones haben keine Ohrhörer-Buchse

Apple schafft bei seinen neuen iPhones die traditionelle Ohrhörer-Buchse ab. Beim iPhone 7 wird man die Ohrhörer stattdessen über Apples hauseigenen digitalen „Lightning“-Anschluss einstöpseln oder drahtlos per Bluetooth anschließen können. Ein Grund für den Schritt sei, dass der Platz im Inneren der immer dünneren Telefone kostbar werde, sagte Apple-Manager Phil Schiller bei der Vorstellung des Geräts am Mittwoch in San Francisco.

Die Abschaffung der Ohrhörer-Buchse war schon nach Gerüchten im Vorfeld der Präsentation zum Teil als „verbraucherfeindlich“ kritisiert worden. Für Nutzer von Kopfhörern mit klassischen Klinken-Steckern werde es einen Adapter geben. Zudem stellte Apple eigene Bluetooth-Ohrhörer vor, die komplett ohne Kabel auskommen.

Im Sommer hatte bereits der PC-Marktführer Lenovo beim Motorola-Smartphone Moto Z die Ohrhörer-Buchse durch einen USB-C-Anschluss ersetzt - so wie auch der kleine chinesische Anbieter LeEco. Mit Apple trifft aber erstmals ein großer Hersteller die Entscheidung für eine ganze Modellreihe. Schiller sprach von „Mut“ hinter dieser Entscheidung.

Äußerlich sieht das iPhone 7 weitgehend wie die bisherigen Modelle der 6er-Reihe aus. Aber unter anderem Kamera und Display wurden deutlich verbessert. Zudem sind die Geräte jetzt weitgehend Wasser- und Staubfest. Das größere iPhone 7 Plus bekam eine zweite Linse für optischen Zoom und Tiefenschärfe-Effekte. Der neue Chip „A10 Fusion“ sei 120 Mal schneller als der Prozessor im ersten iPhone von 2007. Erstmals spendierte Apple seinem Telefon zudem Stereo-Lautsprecher. Der Speicher in der günstigsten Variante wurde von 16 auf 32 Gigabyte angehoben.

Das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt und brachte zuletzt mehr als die Hälfte der Erlöse des Konzerns ein. In diesem Jahr gehen die iPhone-Verkäufe aber erstmals seit dem Start des Geräts zurück.

Mit der neuen Apple Watch kann man schwimmen

Nach rund eineinhalb Jahren bringt Apple zudem eine zweite Version seiner Computer-Uhr heraus. Mit der neuen Apple Watch wird man auch schwimmen können. Der Prozessor der Uhr ist jetzt deutlich schneller und das Display wurde heller gemacht. Außerdem hat die Uhr jetzt ein eingebautes GPS-Modul, zum Beispiel, um ein Lauftraining auch ohne ein Smartphone aufzuzeichnen.

Apple verkaufte seit dem Marktstart im April 2015 unverändert das erste Modell. Die Apple Watch etablierte sich zwar vom Start weg als Marktführer - doch die Frage, wie groß die Produktkategorie überhaupt werden kann, steht weiterhin im Raum. Die Marktforscher von IDC schätzen, dass nach 3,6 Millionen verkauften Apple-Uhren im Startquartal ein Jahr später im zweiten Vierteljahr 2016 nur noch 1,6 Millionen Geräte abgesetzt wurden. Apple selbst nannte weiterhin keine Verkaufszahlen.

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