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13.01.2005

08:00 Uhr

IT + Telekommunikation

Apple mit Gewinn- und Umsatzrekord

Der Computerhersteller Apple hat wegen des phänomenalen Erfolgs seines digitalen Musikplayers „ipod“ im ersten Quartal Rekordumsätze und -gewinne verbucht. Auch das Musikgeschäft sowie der Verkauf der PCs und der Umsatz in den Apple-Läden liefen auf Hochtouren.

Apple itunes

Auch Apples itunes-Musikportal trägt zum Erfolg des Unternehmens bei.

dpa CUPERTINO. Der Computerhersteller Apple hat wegen des phänomenalen Erfolgs seines digitalen Musikplayers „ipod“ im ersten Quartal Rekordumsätze und -gewinne verbucht. Auch das Musikgeschäft sowie der Verkauf der PCs und der Umsatz in den Apple-Läden liefen auf Hochtouren.

Den Gewinn konnte der Computerbauer während der ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres 2004/2 005 (30.September) mit 295 Mill. Dollar oder 70 Cent je Aktie gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit mehr als vervierfachen. Im ersten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres verdiente das Unternehmen noch 63 Mill. Dollar oder 17 Cent je Aktie. Der Quartalsumsatz stieg ebenfalls beeindruckend um 74 Prozent auf 3,5 Mrd. Dollar (2,6 Mrd Euro).

Die Apple-Aktien sind am Donnerstag zum Auftakt des Handels drastisch um 11,17 Prozent auf 72,77 Dollar in die Höhe geschossen. Damit befand sich Apple fast auf Rekordniveau. Der Aktienkurs hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdreifacht.

Apple-Konzernchef Steve Jobs war über den höchsten Quartalsumsatz und -gewinn der Firmengeschichte hocherfreut. „Wir haben bisher insgesamt mehr als zehn Mill. "ipods" verkauft“, betonte er. Das neue Jahr beginne mit einer Serie innovativer neuer Produkte wie dem „ipod Shuffle“ und dem „Mac mini“. Mit dem „Mac mini“, dem ersten Billig-PC von Apple für unter 500 Dollar, will das Unternehmen erstmals in den Massenmarkt einsteigen. Der „ipod Shuffle“ ist ein winziger und preisgünstiger Musikplayer, der neue ipod-Fans anlocken soll.

Mit dem ipod Shuffle will Apple nun auch in Deutschland bei digitalen MP3-Playern die Marktführerschaft erobern. „Wir haben bereits ein sehr hohes Tempo, und ich bin sicher, dass der Trend anhält“, sagte Deutschland-Chef Frank Steinhoff am Donnerstag der dpa. Anders als etwa in den USA dominierten hier zu Lande mit mehr als 70 Prozent Marktanteil MP3-Player mit den günstigeren Flash- Speichern den Markt. Als erster ipod verfügt auch der „Shuffle“ über einen Flash-Speicher und soll für 99 Euro Ende Januar in Deutschland in den Handel kommen.

Seit Einführung des ipod-Musikplayers vor drei Jahren hat sich Apple vom reinen PC-Anbieter mit ständig schrumpfenden Marktanteilen in einen erfolgreichen Anbieter von Verbraucherelektronik gewandelt. Mit dem Verkauf von PCs machte Apple in der Berichtszeit einen Umsatz von 1,6 (Vorjahresvergleichszeit: 1,3) Mrd. Dollar. Die ipods steuerten jedoch bereits 1,2 (0,3) Mrd. Dollar oder fast 35 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Die ipod-Modellreihe war mit ihrem rasanten Verkaufsanstieg der absolute Wachstumsträger. Apple verkaufte 4,58 Mill. ipods, plus 525 Prozent. Die Auslieferungen der Apple Macintosh stiegen um 26 Prozent auf 1,046 Mill. PCs. Der europäische Apple-Umsatz erhöhte sich um 63 Prozent auf 847 Mill. Dollar.

Die Bruttogewinnmarge stieg in der Berichtszeit auf 28,5 (26,7) Prozent. Apple erwartet für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 2,9 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 40 Cent je Aktie, prognostizierte Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer.

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