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14.01.2008

18:04 Uhr

Apple

Seine Exzellenz Steve bittet um Geduld

VonJens Koenen

Wenn Steve Jobs am Dienstag die Bühne in San Francisco betreten wird, werden die Apple-Fans und Technologie-Gurus an seinen Lippen hängen; werden gebannt warten, was ihnen der egozentrische Manager für die Zukunft verspricht. Doch die Zukunft von Apple ist eng mit der von Steve Jobs verbunden. Ein Ausblick.

Apple ist abhängig von seinem Chef Steve Jobs. Foto: dpa Quelle: dpa

Apple ist abhängig von seinem Chef Steve Jobs. Foto: dpa

FRANKFURT. It’s Showtime bei Apple, und das alleine reicht schon als Rechtfertigung für einen Trip nach Kalifornien. Drei- bis viermal im Jahr ist das Fall. Wochenlang bastelt Jobs an den Präsentationen. Minutiös sind sie geplant, zig mal durchgeprobt. Ein eigenes Präsentationsprogramm wurde entwickelt.

„Apple ist Steve Jobs“ schrieb Tim Bajarin von dem US-Beratungsunternehmen Creative Strategies vor kurzem in einem Bericht. Wohl kaum eine andere Gesellschaft ist so stark auf den Mitgründer und den späteren Retter konzentriert wie Apple. „Steve will alles kontrollieren, er will alles abnicken“, beschreibt ein früherer Weggefährte und Ex-Apple-Manager den Alltag im kalifornischen Cupertino.

Noch ist das ein Glücksfall für Apple, schließlich scheint Jobs ein gutes Händchen für Produkte und Design zu haben. „Nach unserer Meinung liegt Apple ein Jahr vor dem Wettbewerb“ lobt Gene Munster, ein Analyst von Piper Jaffray. Auch deshalb kann Apple in der hart umkämpften IT- und Unterhaltungsbranche seine Produkte immer noch zu Apothekenpreisen verkaufen.

Doch die Stärke ist zugleich eine Schwäche. Apple ist abhängig von der Person Jobs, das gilt vor allem für den Börsenkurs. Auf dem Parkett ist Apple längst mehr wert als etwa Hewlett-Packard oder der PC-Bauer Dell. Das prognostizierte Kurs-Gewinn-Verhältnis bezogen auf das Geschäftsjahr 2009 liegt bei stolzen 29.

Angesichts solcher Vorschusslorbeeren bekommen selbst Analysten, die ansonsten bei Appel keine Grenze nach oben kennen, einige Fracksausen. Sie können nur noch hoffen, dass Jobs weiter bei der Stange bleibt.

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