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05.08.2014

11:54 Uhr

Apps!

Ohne Google durch die Berge

VonMichaël Jarjour
Quelle:Handelsblatt Live

Diesen Sommer schauen wir auf die Homescreens der Chefs. Raphael Leiteritz wacht über einen der beliebtesten Dienste der Welt — Google Maps — hat aber noch eine Menge anderer Tipps.

Raphael Leiteritz, Product Manager bei Google. Handelsblatt Live

Raphael Leiteritz, Product Manager bei Google.

New YorkEs gibt einen Ort, an dem der Chef von Google Maps nicht Google Maps nutzt: die Schweizer Berge. „Das ist so eine Geek-App für Wanderkarten, Locus Pro“, sagte mir Raphael Leiteritz, Produktchef für Google Maps in Europa. „Unsere Maps sind halt sehr stark bei Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln, aber offline müssen wir noch stärker werden.“

Locus Pro lässt Nutzer wie Leiteritz Wanderkarten (gegen Geld) für den Offline-Gebrauch herunterladen und auf Wanderwegen führen.

Weit weg sind die Berge nicht von seinem Arbeitsplatz. Leiteritz arbeitet bei Google in Zürich, dem größten Entwicklungszentrum in Europa, Nahost und Afrika und leitet das Karten-Team. Während er damit über eine der beliebtesten Apps der Welt wacht, helfen ihm andere Apps auch im Alltag — von frühmorgens, wenn er zur Arbeit geht, bis zum Ende des Tages, wenn er nach Hause fährt.

Die gut sieben Kilometer von Adliswil beim Zürichsee, wo Leiteritz wohnt, in die Google-Zentrale joggt der Bayer meist — aber nicht, ohne, dass eine App seine Leistung misst. „In Strava sieht man die Bestzeiten von anderen, die die gleiche Strecke rennen. Das hilft ungemein, dran zu bleiben.“ Mittlerweile habe er sich ein Jahr von der App beobachten lassen und kann so ordentlich Vergleiche ziehen.

Im Alltag: Spesen und Experten

Im Zug nach Hause öffnet er dann Pocket, die andere App, die er täglich nutze. „Ich krieg oft mal Links zu Artikeln zugeschickt und hab dann nicht die Zeit zu lesen. Mit Pocket kann ich die für später speichern, wenn ich Zeit habe mich in Ruhe hinzusetzen.“

Dazwischen, während der Arbeit dominieren vor allem Googles eigene Apps und Dienste. Neue Apps zu entdecken, sei außerdem gar nicht so einfach. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder. Vergangene Woche hat eine neue Studie gezeigt, dass bloß zwei Prozent der App-Entwickler die Hälfte aller Einnahmen durch App-Stores auf sich vereinen.

Das gilt auch bei der Entdeckung von neuen Apps. „Das ist ein echtes Problem, dass die App Stores nur Winner promoten. Für Nischen ist das etwas schwieriger“, meint Leiteritz.

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