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16.03.2004

14:30 Uhr

Auch DVD-Player und Spielekonsolen

Cebit-Veranstalter wagen den Spagat

Einst waren Konsolen für Videospiele auf der Cebit verpönt: Als Microsoft vor zwei Jahren die "XBox" in der Messehalle 2 präsentierte, waren die Klagen groß. Jetzt stehen die Spielekonsolen im Mittelpunkt: In diesem Jahr hat die Deutsche Messe AG die Halle 16 für die "World Cyber Games" - die Weltmeisterschaft der Computerspiele - reserviert.

HB/ruk MÜNCHEN. Schwerpunkt des Programms sind die Finalspiele der WWCL - Europas größter Liga für Spiele über lokale Netzwerke (LAN). Die 200 besten LAN-Party-Spieler des Kontinents machen in Hannover den Meister unter sich aus.

Mit diesem Angebot wandelt sich Computermesse Cebit sich zur Superschau für Unterhaltungselektronik und tritt damit notgedrungen in Konkurrenz zur Internationalen Funkausstellung Ifa in Berlin. Wegen des Siegeszugs digitaler Kameras tritt die Messe zudem in Konkurrenz zu der in Köln veranstalteten Photokina. Dennoch betonen die Veranstalter, dass man sich dennoch weiter als eine Business-to- Business-Messe verstehe.

Es ist die Marktentwicklung, die die Veranstalter der größten Messe der Welt zu einem Spagat zwischen professioneller Informationstechnik und Unterhaltungselektronik zwingt. Zuletzt haben zwei vergleichbare Messen in den USA gezeigt, wohin der Trend geht. Während die traditionell Mitte November in Las Vegas veranstaltete Computermesse Comdex um ihre Existenz bangen muss, feierte im Januar die Consumer Electronic Show CES im einen neuen Rekord.

Da sich der Trend schon Ende 2002 abzeichnete, musste Cebit- Vorstand Ernst Raue und seine Mannschaft reagieren, sollte das "Centrum für Büro- und Informationstechnik" - dafür steht das Kürzel Cebit - nicht in einen ähnlichen Abstiegssog geraten wie die Comdex. Hannover hat, anders als die Comdex, die Chance, beliebte Themen wie Verbraucherelektronik in die Cebit zu integrieren. Platz genug gibt es in den Messehallen.

Showthemen gibt es reichlich, vor allem solche, die sich zur Freude der TV-Journalisten auch leichter filmen lasse als dröge Bildschirminhalte der Unternehmensinformatik. Neben neuen Flachbildschirmen für PC und TV, digitalen Kameras und winzigen MP3-Musikspielern stehen DVD-Player und neuen Handys für den Start von UMTS im Mittelpunkt des Verbraucherinteresses. Bei den klassischen Computerthemen sind die Scheinwerfer in Hannover in erster Linie auf neue superflache Notebooks mit integrierter Funktechnik und auf das alternative Betriebssystem Linux gerichtet. Neue Prozessorgenerationen sorgen für das endgültige Verschmelzen von Computer- und Unterhaltungselektronik.

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