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20.01.2012

13:17 Uhr

Aus für Megaupload

Spektakuläre Razzia in „Villa Dotcom“

Die Polizei hat Einzelheiten zur Festnahme von Kim Schmitz bekanntgegeben: Der Internet-Unternehmer mit der schillernden Vergangenheit musste aus einem speziell gesicherten Raum regelrecht herausgeschnitten werden.

Die US-Justiz wirft Kim Schmitz (r.) organisierte Kriminalität vor. AFP

Die US-Justiz wirft Kim Schmitz (r.) organisierte Kriminalität vor.

AucklandDie Festnahme des Megaupload-Gründers Kim Dotcom alias Kim Schmitz war das Ergebnis einer minutiös geplanten Polizeiaktion. Wie die neuseeländische Polizei am Freitag mitteilte, wurden insgesamt zehn Häuser in Auckland auf der Nordinsel Neuseelands durchsucht, darunter das streng gesicherte Haus von Schmitz namens „Villa Dotcom“.

Der Internet-Unternehmer habe beim Auftauchen der Polizei versucht, sich in einen speziell gesicherten Raum im Inneren seines Hauses zu verstecken. so der leitende Polizeibeamte Grant Wormald. Er habe zunächst „eine Reihe elektronischer Schließsysteme betätigt“.

Als die Polizei diese „neutralisierte“, versuchte er sich in dem Raum zu „verbarrikadieren“. Die Polizisten hätten sich ihren Weg freischneiden müssen.

„Im Raum fanden sie Mr. Dotcom in der Nähe einer Waffe, die aussah wie eine abgesägte Flinte. Das war ganz bestimmt nicht so einfach, als nur an die Haustür zu klopfen.“

Die Beamten beschlagnahmten mehrere Luxus-Autos im Wert von umgerechnet 3,7 Millionen Euro. Zudem fror die Polizei mehrere neuseeländische Konten von Schmitz ein, auf denen insgesamt umgerechnet 6,8 Millionen Euro liegen.

Die US-Behörden hatten im Kampf gegen die Internetpiraterie Megaupload, einen der weltgrößten Online-Speicherdienste, dichtgemacht und den deutschen Gründer Schmitz festnehmen lassen. Das US-Justizministerium erklärte, Schmitz habe sich mit dem Portal der organisierten Kriminalität schuldig gemacht.

Kommentare (10)

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markuszz

20.01.2012, 14:18 Uhr

eine gute nachricht, dass diesem kerl das handwerk gelegt wird. man hätte ihn schon längst wegsperren sollen.

wahrscheinlich werden auf absehbare zeit auch ähnliche angebote aus dem web verschwinden...wenn die usa von den kreditkartenanbietern verlangt, dass mit derartigen firmen keine geschäfte mehr gemacht werden dürfen, dann nützt es den hintermännern nichts, wenn sie in russland oder in südamerika sitzen...
vg

Riesenechse

20.01.2012, 14:32 Uhr

das ganze funktioniert auch über das telefon, die firma welche die nummer bereitstellt wird ebenfalls fürstlich entlohnt.
Ausserdem gibt es auch paysafecards uä.

Charly

20.01.2012, 15:13 Uhr

Überlegen Sie mal was Sie da sagen,
von Ami-Land ausgehend hat sich eine in ihrem Geschäftsmodellen veraltete Medienindustrie die im Vergleich zur Weltwirtschaft ein paar lächerliche Milliarden umsetzt und kaum Arbeitsplätze schafft es fertiggebracht die Staaten der Welt zu kapern.

Das ist wie wenn man nach der Erfindung des Autos der Postkutsche ein dauerhaftes Anrecht auf Gewinnschöpfung zubilligt.

Die Frage sollte eher sein wann der Schurkenstaat USA endlich ausgeschaltet wird.

Ein seriöser Rechtsstaat sollte Panzer nach Hollywood schicken und das Problem mit einem kurzen Schusswechsel beseitigen.

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