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10.01.2012

10:06 Uhr

Ballmers letzter Auftritt

Danke, das war’s

15 Jahre lang hatten erst Bill Gates, dann Steve Ballmer mit ihren Keynotes der Technologieschau CES Glanz verliehen. Mit dem Rückzug von Microsoft hat Messe-Chef Gary Shapiro ein Problem.

Ruhig wie selten saß Steve Ballmer den Abend über auf seinem Hocker und ließ sich von TV-Moderator Ryan Seacrest artig befragen. dpa

Ruhig wie selten saß Steve Ballmer den Abend über auf seinem Hocker und ließ sich von TV-Moderator Ryan Seacrest artig befragen.

Irgendwie müssen die beiden Männer das jetzt hinkriegen. Die Sache ist nicht leicht, vor allem für Gary Shapiro nicht. Der drahtige Mann mit dem Kurzhaarschnitt lächelt tapfer, als er auf der Bühne von dem kahlen Hünen geherzt wird und in dessen Armen fast verschwindet. Der Schrank ist Steve Ballmer, Chef von Microsoft – und Shapiro, Chef der Technologiemesse CES, hat jetzt ein Problem.

Denn an diesem Montagabend, dem Eröffnungsabend der stolzen Schau, ist im Ballsaal des „Venetian“-Hotels in Las Vegas ein Abschied zu beklagen. Ballmer wird seine letzte Ansprache halten, danach kehrt Microsoft der CES den Rücken. Termingründe, wie es offiziell heißt.

15 Jahre lang hatten erst Bill Gates, dann Ballmer mit ihren Keynotes der Messe Glanz verliehen, jetzt muss sich Shapiro jemand anderes suchen. „Danke“, sagt Ballmer. „Ich hoffe, dass Microsoft zurückkehrt“, sagt Shapiro. Musik ertönt, Bilder aus glücklichen Jahren flackern über die Leinwand, danke, das war‘s.

Ballmers letzte CES-Keynote also, wie würde die wohl sein? Würde er ein neues Produkt vorstellen, eine große Überraschung zum Abschied?

Wer sich solche Hoffnungen gemacht hatte, wurde enttäuscht. Ballmer saß den Abend über ruhig wie selten auf einem Hocker auf der Bühne und ließ sich von TV-Moderator Ryan Seacrest artig befragen. Hielt mal sein Windows-Smartphone in die Kamera („Guck mal, ein Anruf in Abwesenheit von Bill“), beklatschte mal die Gastredner aus seinem Konzern und guckte ansonsten gut gelaunt in Richtung der Tausenden Zuschauer im Saal.

Kommentare (1)

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10.01.2012, 12:19 Uhr

Vielleicht muss Gary Shapiro ja gar nicht so traurig sein.

Ich denke nicht, dass er traurig sein sollte.
"Ueberheblichkeit kommt vor dem Fall"!
Ich denke wenn MS der CES und hoffentlich auch anderen Messen fern bleibt, dann kommt die Stunde innovativer Software-Firmen oder auch der "open source software".
Der MS-Quark ist eigentlich kaum noch auszuhalten. Es ist egal ob man XP, Windows 7 oder ein anderes "Fenster"-Sys auf dem PC hat, Viren, Wuermer und Trojaner sind immer willkommen und die Software schmiert ab wie eh und je.
Und die Funktionalitaet von MS-Software verglichen zu open-source ist schon hinterher - weit hinterher.
Also das neue Zeitalter sollte begruesst werden und als Chance fuer Besseres gesehen werden.

Bis die Tage

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