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10.02.2004

15:55 Uhr

Bitkom fordert dringend bessere Ausstattung

"Deutsche Schulen praktisch computerfreie Zone"

Laut einer Studie ist Deutschland ist in Sachen Telekommunikation und Informationstechnik im internationalen Vergleich zurückgefallen. Besonders kritisch sei es bei der Ausbildung von Schülern am Computer, beklagt Bitkom-Präsident Willi Berchtold.

HB MÜNCHEN. Angesichts der „katastrophalen“ Ausstattung deutscher Schulen mit PCs und Internetzugängen hat die IT-Industrie die Bundesländer zu mehr Investitionen im Bildungsbereich aufgefordert. „Einen solchen Mangel kann sich eine Wissensgesellschaft nicht erlauben, ohne die eigene Zukunft und den eigenen Wohlstand zu gefährden,“ sagte der Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien weiter.

An den Schulen müsse daher dringend gegengesteuert werden. „Ihre blamabel schlechte Ausstattung mit PCs und Internetzugängen ist ein schwer wiegendes Defizit.“ Hier müssten die Länder für eine angemessene Ausstattung sorgen, zumal bereits heute Unternehmen vielfach als Sponsoren tätig seien. „Es kann nicht die Aufgabe der Industrie sein, hier kostenlos in großem Umfang das Equipment zur Verfügung zu stellen“, stellte Berchtold klar.

Auf einhundert Schüler kommen dem Bitkom zufolge in der Schule gerade einmal sieben Computer. Damit bilde Deutschland im Ländervergleich gemeinsam mit Italien das Schlusslicht. Mit einem Computer für 14 Schüler seien Schulen praktisch eine computerfreie Zone. In Dänemark oder Norwegen kommt hingegen auf etwa jeden dritten Schüler ein PC. Noch schlimmer sei die Ausstattung mit Internet-Zugängen: Hier gebe es vier Anschlüsse je hundert Schüler. „Damit bewegen wir uns auf dem Niveau von Griechenland“, sagte Berchtold. Anstatt über Elite-Universitäten zu diskutieren, müsse das deutsche Bildungssystem grundlegend und von unten her reformiert werden.

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