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13.03.2012

10:13 Uhr

Blog-Portal

Twitter kauft Blog-Plattform Posterous

Twitter kauft sich Talente ein: Das Unternehmen übernimmt das Blog-Portal Posterous. Die Zukunft des Dienstes ist nun ungewiss.

Notebook-Nutzer mit Twitter. Der populäre Dienst übernimmt den Blog-Dienst Posterous. Reuters

Notebook-Nutzer mit Twitter. Der populäre Dienst übernimmt den Blog-Dienst Posterous.

New YorkVier Jahre nach seiner Gründung wird der Internet-Dienst Posterous für die einfache Einrichtung persönlicher Blogs von Twitter übernommen. Der Internet-Kurzmitteilungsdienst will nach einer Mitteilung vom Montagabend die Mitarbeiter von Posterous übernehmen, um neue „Schlüsselinitiativen“ für den eigenen Dienst zu entwickeln. Das Posterous-Angebot bleibt bis auf weiteres bestehen, soll aber offenbar nicht auf Dauer fortgeführt werden. Beide Unternehmen nannten keinen Kaufpreis.

Für Twitter ist es der erste Zukauf ohne direkte Verbindung zu seinem Hauptprodukt, der Plattform, auf der Nutzer bis zu 140 Zeichen lange Mitteilungen erstellen können. Posterous kennt solche Beschränkungen nicht. Dort kann man auf besonders einfache Weise private und öffentliche Blogs gestalten, etwa indem man Fotos mit einer E-Mail an die Adresse des eigenen Posterous-Blogs schickt. Nach jüngsten Angaben von September verzeichnete der Blog-Anbieter rund 15 Millionen Besucher pro Monat, wie das Blog „All Things Digital“ berichtete.

Twitter hat mehrere hundert Millionen Nutzer, ist aber immer noch dabei, an einem tragfähigen Geschäftsmodell zu arbeiten. Das Unternehmen setzt dafür aktuell immer mehr auf bezahlte Werbe-Nachrichten, die allerdings sehr behutsam ausgebaut werden sollen, um die Nutzer nicht zu verschrecken.

Social-Media-Tools

Twitter-Beziehungen unter der Lupe

Twiangulate ist ein mächtiges kostenloses Online-Tool für die Analyse von Twitter-Nutzern und ihre Beziehungen. Zwei mögliche Beispielanwendungen: Die Eingabe eines Twitter-Nutzernamens und dem Aufruf des Reiters „Inner circle“ enthüllt in vielen Fällen einige der engsten Vertrauten eines Twitter-Nutzers. Dabei zeigt das Tool diejenigen Twitter-Nutzer an, die selbst am wenigsten Abonnenten (Follower) haben. Der Twitter-Nutzer wird diesen Nutzern also aus gutem Grund folgen.

Eine andere mögliche Anwendung ist das Herausfinden von Schnittmengen. So lassen sich bis zu drei Twitter-Nutzer angeben, um deren Schnittmenge bei Followern und Freunden (gegenseitiges folgen) anzeigen zu lassen.

Twitter für Eilige

Schon die Adresse ist kurz t4bp.com steht für „Twitter for busy People“ – und bietet eine Verdichtung von Tweets an. Nach dem Login via Twitter-Account gibt die Website eine Übersicht über die Twitter-Aktivitäten der Freunde und Interaktionspartner „auf einen Blick“ und chronologisch sortiert. Nun lässt sich schnell mit dem Maus-Cursor über die Nutzer fahren – und so auf einen Blick erfahren, was ihn gerade bewegt. Ein Vorteil: Jeder Nutzer taucht nur ein Mal auf. So werden weniger aktive Nutzer nicht von den sehr aktiven Nutzern verdrängt. Erst ein Klick auf den Benutzernamen enthüllt Details.

URL-Shortener

Auf Twitter sind sogenannte URL-Shortener beliebt. Dabei wird eine Webadresse auf eine Umleitung gekürzt, um Platz zu Sparen – 140 Zeichen sind das Maximum bei Twitter. Eine Kurz-URL sieht dann beispielsweise so aus: http://bit.ly/xpXqOY. Bei Twitter müssen sie seit einiger Zeit die Adressen nicht mehr kürzen – das macht Twitter nach dem Abschicken der Nachricht automatisch.

Sie können den von Twitter verwendeten URL-Kürzer Bit.ly aber dennoch nutzen: Hängen Sie an die Bit.ly-Adresse einfach ein „+“ – und schon sehen Sie Statistiken zur Ihrem Link. Wie viele haben die Adresse aufgerufen, aus welchen Ländern kamen sie, wer hat den Link auf Twitter weiterverbreitet – all das verrät Ihnen Bit.ly durch das Plus-Zeichen am Ende der Adresse. Werden verschiedene Bit.ly-Links für denselben Inhalt aber verschiedene Kanäle generiert, lässt sich messen, welcher davon wie erfolgreich war.

Professionelle Twitter-Suche

Twitter kann ein gutes Recherchetool sein. Twitter selbst ermöglicht eine einfach Volltextsuche über die nach bestimmten Themen oder Hashtags gesucht werden kann. Deutlich mehr bietet das kostenlose Social-Media-Tools Twitterfall. Twitterfall sucht Tweets nach Twitter-Listen und Orten – außerdem lassen sich auch Suchworte ausschließen. Optisch werden die gefundenen Twitter-Nachrichten ansprechend dargestellt – sie fallen wie ein Wasserfall herunter.

Twitter-Clients

Wer Twitter professionell einsetzen möchte, sollte statt des Website-Interfaces einen Twitter-Client wie Tweetdeck oder HootSuit einsetzen. Damit lassen sich unter anderem mehere Accounts gleichzeitig verwalten.

Markenbeobachtung per E-Mail

Mittels Nutshell Mail lässt sich das Gespräch über die eigene Marke in sozialen Netzwerken per E-Mail abonnieren. Das Tool fasst die Gespräche über das eigene Unternehmen oder die eigene Marke auf sozialen Diensten wie Facebook, Twitter und MySpace in einer täglichen E-Mail zusammen.

Facebook-Statistiken

Wenn Sie bei Facebook eine Seite betreiben, gelangen Sie über den Menüpunkt „Statistiken“ am linken Rand zu wertvollen Informationen über Ihre Besucher. Dort sehen sie nicht nur, wie sich die Reichweite ihrer via Facebook verteilten Nachrichten entwickelt, sondern auch, wie viele Nutzer auf Facebook sich über die Inhalte ausgetauscht haben. Das Potential von Facebook sehen dort auch auf einen Blick: Potentiell erreichen Sie nicht nur die Fans ihrer eigenen Seite, sondern auch deren Freunde. Handelsblatt Online hat beispielsweise rund 19.000 Fans auf Facebook. Doch diese Fans haben wiederum rund 4 Millionen Freunde, die potentiell erreicht werden können. Notwendig ist dafür nur, dass die Fans auch Inhalte „liken“ oder teilen. Dann wird der entsprechende Inhalt auch den Freunden dieses Fans angezeigt.

Posterous ist nach seiner Gründung im Mai 2008 sehr schnell gewachsen. Zuletzt schien die größere Dynamik aber bei dem Dienst Tumblr zu legen, wo ebenfalls auf einfache Weise kreative Blogs oder Reisetagebücher angelegt werden können.

Von

dpa

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