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04.03.2011

11:13 Uhr

Blogger-Plattform

Hacker-legen Wordpress-Blogs lahm

Wordpress.com, eine der größten Blogger-Plattformen der Welt, ist Ziel einer massiven Hacker-Attacke geworden, die möglicherweise politische Motive hatte.

Beispiel eines neu angelegten Blogs mit der Software Wordpress. Wordpress.com, ein Blog-Portal auf Basis der Software, wurde von Hacker attackiert. Quelle: Screenshot

Beispiel eines neu angelegten Blogs mit der Software Wordpress. Wordpress.com, ein Blog-Portal auf Basis der Software, wurde von Hacker attackiert.

New York/Berlin/SeoulEin DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) auf Wordpress.com führte am Donnerstag (Ortszeit) zu erheblichen Beeinträchtigungen. Dabei bombardieren zahlreiche PCs einen Server mit Anfragen, damit dieser unter der Last zusammenbricht und ausfällt. Zeitweise waren einzelne Blogs nicht zu erreichen.

Matt Mullenweg, Chef von Wordpress.com, erklärte im Fachdienst „The Next Web“, alle drei Rechenzentren in Chicago, San Antonio und Dallas seien mit Datenmassen überflutet worden, die mehrere Gigabit pro Sekunde erreicht hätten. Ziel eines DDoS-Angriffs ist es, auf diese Weise, die Webserver lahmzulegen. Mullenweg sprach vom schwersten Angriff in der sechsjährigen Geschichte der Blogger-Plattform.

Es werde vermutet, dass sich die Attacke gegen ein einzelnes Blog gerichtet habe, das von dem Dienst gehostet wird.

Wordpress ist eine Open-Source-Software für die Gestaltung von Blogs und anderen Web-Angeboten. Wordpress.com stellt nicht nur die Software, sondern auch den erforderlichen Platz auf einem Web-Server bereit. Rund 18 Millionen Blogs laufen auf der Plattform.

Südkorea untersucht Hackerangriffe

In Südkorea untersuchen unterdessen die Behörden Angriff auf Websites von Regierung und privater Unternehmen. Die Behörden seien angewiesen worden, sich gegen weitere Angriffe aus dem Internet zu schützen, teilte eine Sprecherin der staatlichen Kommunikationskommission (KCC) in Seoul am Freitag mit. Der Zugang zu einigen Seiten sei vorübergehend gestört worden.

Von der ersten Angriffswelle waren nach Angaben von AhnLab, eines Herstellers von Antivirensoftware, unter anderem die Webseiten des Präsidialamts, des Außenminsteriums, des Verteidigungsministeriums, der Geheimdienstbehörde sowie der US-Streitkräfte in Südkorea (USFK) betroffen. Es wurden jedoch keine größeren Schäden gemeldet.

Auch die Seiten in Südkoera waren einer sogenannten „Distributed Denial of Service“-Attacke ausgesetzt. Durch einen ähnlichen Angriff waren im Juli 2009 zur gleichen Zeit zahlreiche Websites von Regierungsstellen in Südkorea und den USA lahmgelegt worden. Es ist nie festgestellt worden, wer hinter den Attacken gestanden hat.

Von

dpa

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