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04.04.2006

17:20 Uhr

Blu-ray kommt nicht in die Startlöcher

Samsung verschiebt Marktstart

Das Lager um das neue DVD-Nachfolgeformat Blu-ray kommt nicht in die Startlöcher. Nun hat, vorerst um einen Monat, auch der koreanische Elektronikhersteller Samsung die Markteinführung seines neuen Blu-ray-Players verschoben.

dpa SEOUL/HAMBURG. Das Gerät werde nun statt im Mai erst im Juni zunächst in den USA auf den Markt kommen, sagte Unternehmenssprecher Ken Noh am Dienstag. Damit kann sich das Konkurrenzformat HD-DVD seinen zeitlichen Vorsprung weiter sichern. Toshiba hatte seinen ersten HD-DVD-Player bereits Ende vergangener Woche in Japan in den Handel gebracht. In Europa soll der „HD-XA1“ genannte Toshiba-Player nach den USA im vierten Quartal in den Handel kommen.

Ein genaues Datum für den Markstart des Samsung-Players könne nicht genannt werden, da das Gerät noch weitere Tests durchlaufen müsse, hieß es. Zuletzt hatte Sony wegen „Abstimmungsproblemen“ im Blu-ray-Konsortium bereits die Einführung seiner neuen Spielekonsole Playstation drei von Frühjahr auf den November verschoben. Seinen ersten eigenständigen Blu-ray-Player will Sony bislang aber wie geplant im Juli herausbringen.

Im Formatstreit zwischen Blu-ray und HD-DVD liefern sich die Unternehmenslager derzeit ein erbittertes Wettrennen. Welches Format im Markt gewinnt, wird nach Meinung von Toshiba wesentlich von der Schnelligkeit und dem Preis abhängen. Beide Technologien nutzen blaue statt wie herkömmlich rote Laserstrahlen beim Lesen der Silberscheiben. Dank der kürzeren Wellenlänge blauer Laser können auf den Medien deutlich mehr Daten untergebracht werden.

Mit Toshibas neuem Player kann das HD-DVD-Lager zwar einen Etappensieg gegen die Fraktion der Blu-ray-Unternehmen (Philips, Panasonic und andere) verbuchen, doch in Internet-Foren üben Verbraucher bereits Kritik an dem Gerät, berichtet der Branchendienst „heise online“. So soll der „HD-XA1“ angeblich ganze 45 Sekunden zum Starten brauchen. Außerdem besitze das Gerät gleich zwei laute Lüfter. Und mehrere Anwender hätten sich über „sichtbare Klötzchenartefakte“ im Bild des in in Japan beigefügten Horror-Films beschwert, hieß es.

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