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11.04.2011

11:52 Uhr

Buchkritik

Wie man sich gegen „Datenfresser“ schützt

Zwei Mitglieder des Chaos Computer Clubs machen sich Gedanken über Privatsphäre und Datenschutz. Constanze Kurz und Frank Rieger zeigen in ihrem am Dienstag erscheinenden Buch "Die Datenfresser" Gefahren auf und geben Empfehlungen für eine neue digitale Mündigkeit.

CCC-Sprecherin Constanze Kurz. Gemeinsam mit Frank Rieger hat sie sich in "Die Datenfresser" Gedanken über die gesellschaftlichen Folgen digitaler Technik gemacht. Quelle: dpa

CCC-Sprecherin Constanze Kurz. Gemeinsam mit Frank Rieger hat sie sich in "Die Datenfresser" Gedanken über die gesellschaftlichen Folgen digitaler Technik gemacht.

BerlinWenn das der Gesundheitsminister liest: In einem Szenario für das Jahr 2021 überträgt die Waage im Bad das gemessene Gewicht direkt an die Krankenkasse. Und der "NikeGoogle-Fitness-Manager" registriert jede sportliche Bewegung - wer nur auf der Couch liegt, muss mit einem höheren Tarif rechnen.

Dieses Schreckensbild einer durchdigitalisierten Gesellschaft malen Constanze Kurz und Frank Rieger in ihrem am Dienstag erscheinenden Buch "Die Datenfresser". In ihrer Vision für 2021 erfassen Kameras und Gesichtserkennung jeden Schritt und verknüpfen die Daten zusammen mit den im Internet aufgezeichneten Spuren zu umfassenden Persönlichkeitsprofilen.

So weit ist es noch nicht. Aber Ansätze sind zumindest vorstellbar. "Profile sind nützlich, um uns gezielt zum Kauf von mehr nutzlosem Tand oder interessanteren Büchern zu verleiten, uns effizienter zu verwalten und dazu, zukünftiges Verhalten zu prognostizieren", schreiben die beiden Autoren. Sie machen sich im Chaos Computer Club (CCC) seit Jahren Gedanken über die gesellschaftlichen Folgen digitaler Technik. Ihre Sorge gilt vor allem dem Geschäftsmodell von Internet-Unternehmen wie Google und Facebook, das darauf beruht, persönliche Daten ihrer Nutzer so aufzubereiten, dass Werbekunden ihre gewünschte Zielgruppe ansprechen können.

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