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09.03.2014

21:20 Uhr

Cebit-Eröffnung

VW zeigt das Cockpit der Zukunft

VonChristof Kerkmann

Das Auto wird zum Computer auf Rädern – und könnte dank schlauer Systeme irgendwann das Steuer übernehmen. Bei der Cebit-Eröffnung zeigte VW, wie ein solches Cockpit aussehen könnte. Die Kanzlerin wirkte indes skeptisch.

Präsentation des Cockpits der Zukunft: Wie viele Bits und Bytes unter der Haube? dpa

Präsentation des Cockpits der Zukunft: Wie viele Bits und Bytes unter der Haube?

Im Auto der Zukunft sucht man das Lenkrad vergeblich. Wenn die Automatik übernimmt, faltet es sich automatisch zusammen und schafft Platz für andere Dinge, während der Monitor mit der Navigation für Videokonferenzen frei wird. So zumindest stellt es sich Volkswagen in einem Entwurf vor, den der Autokonzern am Sonntag bei der Eröffnung der Technologiemesse Cebit in Hannover zeigte.

Dass ein Autokonzern bei der Feier die große Bühne bekam, hatte mit dem Motto der Messe zu tun: Dieses Jahr geht es um Datability, also die verantwortungsvolle Auswertung riesiger Datenmengen in Echtzeit – die Voraussetzung für autonom fahrende Autos. So waren Daten und Datenschutz auch die großen Themen bei der Eröffnung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Heikle Datenströme im Fahrzeug: Der überwachte Autofahrer

Heikle Datenströme im Fahrzeug

Der überwachte Autofahrer

Auto und Internet wachsen schnell zusammen. Experten fürchten nicht nur um die Sicherheit der Daten. Es ist auch unklar, wem diese eigentlich gehören.

Schon heute enthalte ein Auto die Rechenkraft 20 moderner PCs, sagte VW-Chef Martin Winterkorn. Dank der Fortschritte bei der Datenverarbeitung stehe das Auto „vor einer neue Ära der Digitalisierung“. Man wolle zwar für so viel Fahrspaß sorgen, „dass die Leute am liebsten nicht wieder loslassen“. Aber: Das Interesse am autonomen Fahren sei gewaltig, und VW arbeite schon seit Jahren an solchen Systemen – seit einigen Monaten auch in einer Allianz gemeinsam mit Google.

Winterkorn forderte die Autobauer zum Schutz der Nutzerdaten auf: „Das Auto darf nicht zur Datenkrake werden.“ Die Hersteller schützten ihre Kunden vor Gefahren wie Aquaplaning, Sekundenschlaf oder Staus. „Und mit dem gleichen Pflichtbewusstsein werden wir unsere Kunden auch vor dem Missbrauch ihrer Daten schützen“, sagte der VW-Chef. „Wir brauchen eine Art Selbstverpflichtung der Automobilindustrie.“

Datenschutz ist wichtig

Merkel auf der Cebit

Datenschutz ist wichtig: Merkel auf der Cebit

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Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich etwas Skepsis gegenüber dem autonom fahrenden Auto anmerken. „Herr Winterkorn hat Menschen, die nie eine Fahrerlaubnis machen wollten, eine Perspektive gegeben“, scherzte sie zwar in ihrer Eröffnungsrede. Bei der Auswertung großer Datenmengen müsse man aber aufpassen, dass man die Muster richtig deute. Die „Selbstbehauptung des Menschen“ sei wichtig.

Kommentare (1)

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10.03.2014, 09:24 Uhr

Cockpit der Zukunft: eher das Gegenteil, so wünschenswert das verkehrstechnisch auch sein mag: alles andere als ein Cockpit.
Eher noch ein Sitzplatz für Alphatester von programmierenden IT-Praktikanten des FB Wirtschaftsinformatik ea.

So gesehen versteht man die herbeigeschriebene Skepsis, sollte es denn eine sein, der Kanzlerin schon noch.

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