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06.03.2006

19:15 Uhr

Cebit im Zeichen des Breitbandes

IT-Revolution mit gewaltigen Folgen

Die umfassende digitale Zukunft nimmt Gestalt an - mit gewaltigen Folgen. Viele neue IT-Technologien sind inzwischen ausgereift genug, dass sie ganze Branchen und den Alltag von Milliarden Menschen verändern können. Alte und neue Unternehmen kämpfen erbittert um ihren Platz in der Welt von Morgen - die Cebit 2006 fällt in eine spannende Zeit.

Zuhause im Netz dank Breitband. Illustration: Stephane Severac / WirtschaftsWoche

Zuhause im Netz dank Breitband. Illustration: Stephane Severac / WirtschaftsWoche

HB/dpa HAMBURG. Von Musik und Filmen über Telefonate bis hin zu Bauplänen oder medizinischen Aufzeichnungen - digital lässt sich alles Mögliche in Datenpaketen beliebig versenden oder verarbeiten. Leitungen mit immer höherer Kapazität und neue clevere Geräte liefern die Infrastruktur dazu. Die gleiche Entwicklung lässt erstmals bislang getrennt operierende Branchen zusammenwachsen, ob es um Computer- und Unterhaltungselektronik-Hersteller, oder Telekom -, Medien- und Internet-Konzerne geht - die seit Jahren angekündigte Konvergenz ist tatsächlich da.

Unübersehbare Folgen

Die Folgen sind unübersehbar. Ganze Industrien sind im Wandel, neue Dienste verändern das Leben und einst Selbstverständliches wird in Frage gestellt. Wer sagt, dass man unterwegs die hohen Tarife der Mobilfunk-Anbieter bezahlen muss, wenn Internet-Telefonie inzwischen technisch auch auf den Handy möglich ist? Wer sagt, dass Fernsehen in bester Qualität nicht über die Internet-Leitung ins Haus kommen kann? Oder das schnelle Internet nicht aus dem TV-Kabel? Wer sagt, dass TV- Sender für die Zuschauer entscheiden, wann und wo eine Sendung gesehen wird, wenn man sie nicht nur mehr aufnehmen, sondern inzwischen vielleicht auch im Internet abrufen kann?

Die neuen Entwicklungen lassen Althergebrachtes in kurzer Zeit verschwinden. Zum Beispiel die traditionelle analoge Fotografie: Sie überlebt gerade einmal im dünnen Profi-Segment. Selbst ein Schwergewicht wie Nikon kommt daran nicht vorbei und sattelt fast komplett auf Digitalkameras um.

Dann ist da die Mobilfunk-Branche, die geschätzte 100 Mrd. Euro in neue Standards wie UMTS gesteckt hat und nun Mühe hat, sie an die Kunden zu bringen. Lediglich etwa drei Prozent der Handy-Nutzer nutzen derzeit 3G-Geräte. Um mobil übers Internet zu telefonieren, braucht man zwar auch die schnellen UMTS-Geschwindigkeiten, würde aber eine Datenflatrate statt der hohen Minutenpreise bezahlen. Die Mobilfunk-Anbieter werden allerdings ihren Platz in der Zukunft finden, glaubt Marktexperte Philipp Geiger vom Beratungsunternehmen Solon. "Eine kostenlose Nutzung wird es nie geben." Man hole sich die Erträge dann irgendwo anders, zum Beispiel über Service. Und auch beim großflächigen drahtlosen Internet-Zugang über die in den Startlöchern stehende Wimax-Technologie sieht Geiger die Mobilfunk-Betreiber am Zug.

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