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08.03.2006

12:15 Uhr

dpa HANNOVER. Der von IBM gebaute Supercomputer steht im Forschungszentrum Jülich (FZJ) und hat eine Rechenleistung von 46 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Das entspricht in etwa 12 000 durchschnittlichen Personalcomputern. Damit soll das Gerät mit dem Namen Jülich Blue Gene/L (Jubl) hochkomplexe Systeme und Analysen in den Bereichen Umwelt, Energie oder Gesundheit errechnen, sagte Thomas Lippert vom FZJ.

Am IBM-Stand in Halle 1 auf der Cebit zeigt das FJZ, wie beispielsweise Atmosphärenforscher Europas leistungsstärksten Computer für ihre wissenschaftlichen Untersuchungen einsetzen. Eine flüssigkeitsgefüllte rotierende Weltkugel soll turbulente Strömungen der Atmosphäre veranschaulichen, die in einer Simulation von chemischen Prozessen in der Atmosphäre berücksichtigt werden müssen. "Mit Jubl können wir die Simulationslängen von Monaten auf Jahre erhöhen", sagte der Atmosphärenforscher Martin Riese in Hannover. Mehr als 200 europäische Forschergruppen nutzen die Rechnerkapazität von Jubl.

Der neue Supercomputer wurde erst am vergangenen Montag in Jülich (Nordrhein-Westfalen) offiziell in Betrieb genommen. Er hat acht mannshohe Türme, die in vier Reihen in einer klimatisierten Rechnerhalle aufgebaut sind. Das FZJ geht davon aus, dass der Bedarf an Rechenzeit in Europa in den kommenden fünf Jahren tausendfach ansteigen wird. Die führenden Industrienationen geben jährlich mehrere Mrd. Dollar für den Bau von Supercomputern aus.

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