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02.03.2013

13:29 Uhr

Cebit

IT-Branche entdeckt Verbraucher neu

In den vergangenen Jahren fristete eine Spezies auf der Computermesse Cebit in Hannover ein Nischendasein: der Endverbraucher. Doch die Trends der IT-Wirtschaft rücken den Konsumenten nun wieder in den Mittelpunkt.

Verbraucher fordern heute selbst auf sie zugeschnittene Angebote ein. dpa

Verbraucher fordern heute selbst auf sie zugeschnittene Angebote ein.

HannoverAuf der weltgrößten IT-Messe Cebit waren Endverbraucher zuletzt eine eher rare Spezies. Im Ringen um ihre Bedeutung hatten die Messemacher das Treffen in Niedersachsen zur Profisache erklärt. Das soll sich mit der diesjährigen Ausgabe der Leistungsschau, die am Dienstag beginnt, ändern.

Die Branche sieht sich durch den Siegeszug von Smartphones und Tablet-PCs zu einem Richtungswechsel gedrängt. Bestimmten in der Vergangenheit die Entwickler die Art und Weise wie Menschen mit Computern umgehen, so fordern die Verbraucher heute selbst auf sie zugeschnittene Angebote ein.

So kommen Sie zur Cebit

Nahverkehr

Das Cebit-Ticket gilt am Tag des Messebesuchs als Fahrschein im gesamten Großraum Hannover für Fahrten mit Stadtbahnen, Bussen und dem Nahverkehr der Deutschen Bahn (2. Klasse).

Vier Stadtbahnlinien fahren direkt zum Messegelände: Die Linie 8 verkehrt vom Hauptbahnhof bis zum Endpunkt Messe/Nord und die Linie 6 fährt von der Innenstadt-Haltestelle Kröpcke bis zum Endpunkt Messe/Ost. Verstärkt werden die beiden Linien zu den Hauptbesuchszeiten von den Linien 18 und 16.

Auch die Buslinien 340 und 341 aus Rethen, Pattensen und Laatzen halten regelmäßig am Messegelände.

Bahn

Viele Nah- und Fernverkehrszüge sowie ICE halten während der Cebit am Messebahnhof Laatzen

Auto

Wer sich lieber mit dem eigenen Auto auf den Weg zur Cebit machen möchte, kann dafür aus Norden kommend den Messeschnellweg nutzen. Um Staus zu vermeiden, ist dieser zu den Hauptbesuchszeiten sechspurige Einbahnstraße. Wegweiser in der gesamten City von Hannover führen Autofahrer auf direktem Weg zur Messe.

Für Autofahrer, die nach einem Messetag ihr Fahrzeug ohne Umwege auf dem Messeparkplatz wiederfinden wollen, gibt es dieses Jahr erstmals den Carfinder. Blackberry-Nutzer können hierfür eine Software kostenfrei herunterladen. Das Blackberry ist damit in der Lage, sich die Parkposition zu merken und den Nutzer nach Messeschluss direkt zu seinem Fahrzeug zu führen.

Flugzeug

Flugreisende nutzen am besten die S-Bahn-Linie 8, um zum Messegelände zu gelangen. Sie fährt stündlich zwischen dem Flughafen Hannover und dem Messebahnhof in Laatzen. Alternativ können Flugreisende ein Bus-Shuttle zur Cebit nutzen. Zu den Hauptbesuchszeiten fährt außerdem die S-Bahn-Linie 4 aus Bennemühlen auf direktem Weg zum Messebahnhof. Von dort aus kann man das Messegelände bequem per Skywalk erreichen.

Für alle Cebit-Besucher und -Aussteller, die es exklusiv mögen, gibt es in diesem Jahr erstmals eine ganz besondere Anreisemöglichkeit: Das Internet-Portal Victor ist offizieller Partner der Cebit 2013 und ermöglicht es, einzelne Sitzplätze für einen Flug nach Hannover zu buchen oder sogar einen ganzen Privatjet zu chartern.

„Die Technik muss sich nach dem Nutzer richten. Dem müssen sich alle Anbieter stellen“, räumt Microsoft-Deutschland-Chef Christian Illek ein. Das betreffe auch direkt die Unternehmen, in denen die Menschen arbeiten.

„Der Benutzer treibt die IT-Organisation vor sich her“, brachte es Analyst Luis Praxmarer von Experton im Vorfeld der Messe auf den Punkt. „Die Grenzen zwischen privater und kommerzieller Nutzung verschwinden“, sagt Illek. „Die Menschen wollen auch geschäftlich ähnliche IT-Landschaften wie privat.“ IT-Funktionen wie Apps seien nicht nur als Spielerei auf dem privaten Handy, sondern auch verstärkt für den geschäftlichen Einsatz auf Firmenrechnern gefragt.

Die Verbraucher machen es der Branche auch leichter als die mitunter sperrigen und langsamen Firmenkunden. So nehmen die Privatnutzer etwa das Cloud Computing bedenkenloser und schneller an als Unternehmen. „Es gibt zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten zwischen Unternehmen und Konsumenten. Es ist eher so, dass die Revolution von der Straße kommt“, urteilt Praxmarer.

Kommentare (2)

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Frank62

03.03.2013, 07:26 Uhr

Dieser Bericht unterstützt das Marketingziel der IT-Branche.
Es geht hier knallhart ums Geschäft und um Macht. Der Begriff Cloud / Wolke ist wunderbar um alles zu vernebeln. Eine Wolke ist frei, leicht, schön und harmlos. Und Daten werden in einer Wolke gespeichert. Das ist völliger Blödsinn. Daten werden auf Datenträgern gespeichert und niemals in einer Wolke. Zum Beispiel bei Google oder Microsoft in den USA. Der Begriff Cloud soll vernebeln, dass es sich um eine Dienstleistung handelt. Wer damit arbeitet ist nicht mehr Herr seiner Daten und zu einem anderen Anbieter wechseln wird schwierig.
Wie man in den letzten Tagen der Presse entnehmen konnte, filtern einige Dienste private Nachrichten. Wenn ich meiner Freundin einige erotische Zeilen schreibe, dann möchte ich, dass meine Nachricht auch ankommt und nicht durch Sittenwächter zensiert wird. So was kannte man bisher nur von totalitären Staaten und wird jetzt durch Firmen wie Apple und Co. wohl weltweit umgesetzt. Es ist eine äußerst bedenkliche Entwicklung.

Wer betreibt die „Cloud“? Welche Personen haben Zutritt zu den Computersystemen der Cloud? Wer garantiert und überprüft, dass dort keine Staatliche Industriespionage betrieben wird?

hermann.12

04.03.2013, 11:04 Uhr

Eine belustigende Feststellung! Denn war es jemals anders?
Schon Microsofts Erfolg basiert schlicht darauf, das sich die Unternehmen gezwungen sahen, den bei den privaten Verbrauchern beliebten Produkten zu folgen.

Sicher gibt es immer wieder Gegenbewegungen der Profis die selten etwas von optimaler Nutzerunterstützung verstehen und sich regelmäßig leider ausschließlich an der Verwaltbarkeit orientieren. Sogar soweit, dass der tatsächliche Nutzen völlig entfällt.
Auch Microsoft hat die letzten Jahre damit zugebracht vor allem Unternehmensadministratoren zufriedenzustellen, weil die Verbraucher zur Massenverbreitung der Programme nicht mehr so wichtig waren.
Der neue Trend hat das wieder erledigt. Und schon hört man dieselben Kritiken aus den Reihen der "Fachleute" wie damals beim Siegeszug von Microsoft.
Manchmal frage ich mich, ob diese Fachleute nie dazulernen, denn für die Produktivität muss der Nutzen des Konsumenten und Verbrauchers optimiert werden und nur solange das gewährleistet werden kann, derjenige der verwaltenden Fachleute.
Das aber sieht man besonders in Deutschland in Fachkreisen immer anders. Letztlich weil wir nicht marktwirtschaftlich denken, sondern patriachalisch bevormundend.
Oder versteckt sich dahinter lediglich Besitzstandswahrung, wenn Sicherheit bemängelt wird? Bei vielem, wenn auch nicht allem kann man jedenfalls diesen Eindruck gewinnen, wenn man darüber nachdenkt, ob einen das wirklich bedrohen kann.

H.

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