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29.02.2012

16:49 Uhr

Cebit

Sicherheit als Leitthema

Cloud Computing hilft der IT-Branche beim Kosten und Energie sparen. Damit dabei das Vertrauen nicht in der Wolke aufgeht ist Sicherheit beim Cloud Computing das Leitthema der Cebit 2012.

„Hacker müssen draußen bleiben“. Dieses PR-Bild von T-Systems verbildlicht das diesjährige Leitthema der Cebit: Datenschutz und IT-Sicherheit beim Cloud Computing. obs

„Hacker müssen draußen bleiben“. Dieses PR-Bild von T-Systems verbildlicht das diesjährige Leitthema der Cebit: Datenschutz und IT-Sicherheit beim Cloud Computing.

BerlinSchnell die E-Mails bei GMX, Hotmail oder Google Mail gelesen - und schon hat die Wolke Einzug auf dem heimischen Computer gehalten. Cloud Computing, das Rechnen in der Wolke, gilt als die Technologie der Zukunft. Was bislang schon in Ansätzen längst existiert, dem soll mit Smartphones, Tablets und extraleichten Notebooks nun der Durchbruch gelingen. Zentral dabei ist die Sicherheit der Daten: Verbraucher müssen den Anbietern ebenso vertrauen können wie Unternehmen, die ihre IT-Dienste in die Wolke verlagern.

Das ist das Thema der Hightech-Messe Cebit: „Managing Trust“ - Vertrauen verwalten. Wenn Anwendungen und Daten in der Wolke sind, heißt das, dass sie ins Internet ausgelagert werden. Webmail-Dienste, bei denen die Nutzer ihre E-Mails über die Internetseite des Anbieters abrufen, sind das wohl bekannteste Beispiel. Aber auch das Speichern von Dokumenten, von Fotos oder Videos ist möglich. Und sogar Office-Software gibt es schon online.

Die Cebit in Zahlen

Eröffnung

Die Messe wird bereits am Montagabend (5. März) von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (beide CDU), dem Verwaltungsratschef des Suchmaschinen-Riesen Google, Eric Schmidt, und der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff eröffnet. Zum offiziellen Start werden 2500 Gäste erwartet. Das boomende Schwellenland Brasilien ist in diesem Jahr Gastland der Cebit.

Dauer

Die Cebit 2012 dauert vom 6. bis zum 10. März. Mit der fünftägigen Laufzeit halten die Veranstalter am Umfang der beiden Vorjahre fest. 2010 war die Messe um einen Tag verkürzt worden, um die Kosten der Aussteller zu senken. Als besonders besucherstark gilt in der Regel der Samstag.

Aussteller

In diesem Jahr stellen voraussichtlich mehr als 4200 Unternehmen aus 70 Ländern ihre Produkte und Neuentwicklungen in Hannover vor. Damit wird die Zahl der Teilnehmer nach Angaben der Deutschen Messe AG das Vorjahresniveau leicht übertreffen. Unter anderem kehren Samsung und Sharp zurück. Andere Hersteller wie LG bleiben aber auch im Gegensatz zu 2011 fern. Im vergangenen Jahr waren knapp über 4200, 2010 insgesamt 4150 Firmen und Verbände zur Cebit gekommen.

Besucher

Die Organisatoren hoffen, die Besuchermarke des Vorjahres von rund 339.000 übertreffen zu können. Etwa 130 internationale Delegationen aus Politik und Wirtschaft reisen zu Konferenzen nach Hannover an.

Leitthema

Das Leitthema der Messe lautet 2012 „Managing Trust“, es geht um Technologien und Verfahren zur Erhöhung der IT-Sicherheit. Parallel hierzu wollen die Veranstalter die Einteilung des Programms in die vier Sparten „Pro“ (Geschäftskunden), „Gov“ (öffentliche Hand), „Lab“ (Forschung) und „Life“ (Privatnutzer) beibehalten.

Cebit als Arbeitsmarkt

Der sich verschärfende Fachkräftemangel stellt auch die IT-Wirtschaft vor immer größere Herausforderungen. 38.000 offene Stellen sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit derzeit allein
in Deutschland zu besetzen. Die Rekrutierung qualifizierten Nachwuchses ist deshalb ein weiteres Schwerpunktthema der Cebit.

Die Unterteilung des Programms in die vier Hauptsparten „Pro“ (Geschäftskunden), „Gov“ (öffentliche Hand), „Lab“ (Forschung) und „Life“ (Privatnutzer) wird beibehalten. „Es ist für jeden etwas dabei“, erklärt Messevorstand Ernst Raue. „Aber eine Cebit ohne einen starken Anteil von Fachbesuchern wird es nicht geben.“ Partnerland ist in diesem Jahr Brasilien, etwa 80 Unternehmen kommen von dort.

Wenn die Computerprogramme ins Internet ausgelagert werden, spart das dem Nutzer eine Menge Arbeit: Keine aufwendige Installation mehr, keine Updates mehr muss er herunterladen. All das macht der Anbieter für ihn. Nutzen kann der Kunde die Programme überall: zuhause, im Büro, im Internetcafé. Möglich ist das in vielen Fällen genauso vom Computer wie vom Tabletrechner und Smartphone. Die Technik erlaubt leistungsschwächere und damit günstigere Geräte, denn die Rechenleistung wird auf dem Internetserver benötigt, nicht beim Computer.

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