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25.02.2011

21:05 Uhr

Cebit-Wandel

Software stiehlt neuen Computern die Schau

Nicht mehr immer leistungsfähigere Hardware spielt bei der Entwicklung der IT-Branche derzeit die tragende Rolle, sondern smarte Software. Das spiegelt sich in den beiden zentralen Themen der Cebit wider.

Tablets auf dem Vormarsch: Dank neuer Software-Lösungen können Mitarbeiter von überall aus auf Daten und Anwendungen zugreifen. Quelle: dapd

Tablets auf dem Vormarsch: Dank neuer Software-Lösungen können Mitarbeiter von überall aus auf Daten und Anwendungen zugreifen.

München

Jahrelang haben immer schnellere und leistungsfähigere Computer die Entwicklung der Informationstechnologie geprägt. Doch inzwischen dominieren Software-Neuheiten die Welt der Bits und Bytes. Im Mittelpunkt der weltgrößten IT-Messe Cebit in der kommenden Woche stehen zwei Themen, bei denen Programmierung und Dienstleistungen im Vordergrund stehen: Das Cloud Computing, also die Verlegung von Computeranwendungen vom Schreibtischrechner ins Netz, soll die Nutzung von IT ebenso nachhaltig verändern wie der lukrative Markt für Apps, kleine Anwendungsprogramme auf Mobilgeräten.

"Beim Verkauf von Computern geht es immer weniger um die Geräte als solche, sondern viel mehr um Software, Dienstleistungen und Anwendungen", sagt Marktforscherin Meike Escherich von Gartner. Der PC-Absatzrückgang in Westeuropa Ende des vergangenen Jahres sei ein Anzeichen dafür, dass sich die Hersteller an eine viel schleppendere Nachfrage vor allem der Endkunden gewöhnen müssen.

Vor allem Verbraucher wenden sich zunehmend Alternativen zum klassischen Notebook zu. Gefragt sind vor allem mobile, internetfähige Geräte. "Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs steigt die Bedeutung der mobilen Internetnutzung im geschäftlichen und privaten Umfeld enorm an", heißt es vom Branchenverband Bitkom.

Apps als "Ökosystem der Branche"

Anbieter wie Apple machen mit inzwischen vor allem mit den zugehörigen Apps - kleinen Spielen oder Dienstprogrammen - ein Vermögen. Auch Google und Nokia wollen an diesem Softwaremarkt stark mitverdienen, den die Branche ihr "Ökosystem" nennt. Der Weltmarkt für mobile Apps wird sich dem Marktforscher Gartner zufolge im laufenden Jahr auf gut 15 Milliarden Dollar verdreifachen. Im vergangenen Jahr wurden nach Bitkom-Angaben allein in Deutschland rund 750 Millionen Apps auf Handys und Tablet-PCs geladen.

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