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08.01.2010

12:34 Uhr

CES 2010

Blättern Sie noch oder lesen Sie schon?

VonTina Klopp
Quelle:Zeit Online

Die Consumer Eletronics Show in Las Vegas präsentiert viele Gadgets, die das mobile Lesen angenehmer machen. Ganz gleich ob Tablet, E-Reader, Kleinst-Notebook oder Smartphone - der Markt für mobile digitale Lesegeräte wächst.

Ein Gerät, zwei Bildschirme: Der E-Book-Reader Entourage Edge bietet für Fotos und Videos ein zusätzliches Farbdisplay. Foto: pr Pressebild

Ein Gerät, zwei Bildschirme: Der E-Book-Reader Entourage Edge bietet für Fotos und Videos ein zusätzliches Farbdisplay. Foto: pr

HAMBURG. Sehen, hören, sprechen – diese menschlichen Kernbedürfnisse hat die Elektronikindustrie bereits erfolgreich in praktische, mobile Kleingeräte verpackt. Musik-Player, Kameras und Mobiltelefone gehen massenhaft über die Ladentheke. Jetzt hat die Branche ein neues Thema in den Fokus genommen: das digitale Lesen.

Schon zum Jahresstart, auf der großen Consumer Eletronics Show (CES 2010) in Las Vegas, blitzt dem Besucher eine ganze Armada neuer Displays entgegen. Geräte, die früher einmal als Telefon, Computer oder Monitor durchgingen. Und denen heute vor allem ein Zweck gemein ist: Sie buhlen um den digitalen Leser.

Das Bedürfnis ist längst ausgemacht. Und es hat viele Facetten: Ob es nun darum geht, die Zeitung auf das Handy zu holen, um sie auf der Busfahrt ins Büro online lesen zu können. Oder ob man sich die neuesten Schmöker vor dem Urlaub auf den E-Reader spielen will. Oder die Verträge auf das Smartphone vor dem Geschäftsflug.

Dass es einen wachsenden Bedarf gibt nach komfortablen Lesemöglichkeiten für unterwegs, davon gehen derzeit die meisten Marktstrategen aus: Knapp sechs Prozent der amerikanischen Verbraucher besitzen bereits ein digitales Lesegerät. 2010 soll ihre Zahl auf 17 Prozent steigen. Mini-Notebooks konnten 2009 das stärkste Wachstum aller Hardware-Produkte verzeichnen. Und auch Smartphones wie das iPhone werden zum mobilen Lesen genutzt – wenn auch nicht auf längeren Strecken als der Busfahrt ins Büro.

Für ein größeres Lesevergnügen muss ein Display in mindestens doppelter, wenn nicht sogar dreifacher Größe her. Logische Konsequenz: 2010 wird das Jahr der Displays um die 10-Zoll.

Als Hype des Jahres werden derzeit die sogenannten Tablet-PCs gehandelt. Nachdem Microsoft sein in Zusammenarbeit mit HP hergestelltes Gerät schon anlässlich der Eröffnungsrede der Elektronikmesse vorgestellt hat, erwarten Technikfreaks, dass das neue Super-Tablet vielleicht erst nach der CES kommen wird: Mehr als ein Gerücht ist inzwischen, dass Apple Ende des Monats ein eigenes iTablet vorstellen wird. Ausgeliefert wird es wohl frühestens im März. Es wäre nicht das erste Mal, dass es dem Konzern aus Cupertino gelingen könnte, ein digitales Bedürfnis in das entsprechende Design zu gießen.

Besonders günstig wird dieses digitale Zweitgerät aber wohl nicht werden – und der Preis ist ein nicht zu unterschätzendes Kauf-Argument für den mobilen Leser. Laut einer Umfrage von Forrester Research haben vor allem hohe Preise die Verbraucher bislang noch vom Kauf eines E-Readers abgehalten. Demnach halten 65 Prozent der Befragten einen Preis von 98 Dollar oder weniger zwar immer noch für zu teuer, würden aber zu diesem Preis darüber nachdenken, doch zuzugreifen.

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