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07.01.2010

13:12 Uhr

CES Keynote

Als Steve Ballmer im Dunkeln stand

VonAxel Postinett

Statt Keynote gab's erst einmal Dunkelheit: Steve Ballmers Auftritt auf der Bühne des Las Vegas Hilton begann mit einem Stromausfall. Aber auch sonst ließ der Microsoft-Chef in seiner traditionellen Keynote zum Auftakt der Elektronikmesse CES einiges im Dunkeln.

Zu Anfang seines Vortrags musste Microsoft-Chef Steve Ballmer warten, bis ein Stromausfall behoben war. Reuters

Zu Anfang seines Vortrags musste Microsoft-Chef Steve Ballmer warten, bis ein Stromausfall behoben war.

LAS VEGAS. Als das Licht auf der Bühne des Las Vegas Hilton ausging, war es diesmal kein gutes Zeichen. Denn statt mit seiner lang erwarteten Keynote zu beginnen, musste Microsofts CEO Steve Ballmer erst einmal abwarten, bis ein massiver Stromausfall wieder behoben war.

Für die Zuschauer ein kleines Glück, die Unterbrechung geriet zu einem der Highlights des ansonsten nicht von Spannung oder Innovationen geprägten Auftritts. In weiten Teilen drehte sich Ballmers Rede darum, die Vorzüge von Windows 7 und PCs als Mediencenter zu beschreiben.

Der in der US-Presse zuvor heiß spekulierte Wiedereinstieg Microsofts in den Tablet-PC-Markt entpuppte sich als die Vorstellung dreier Geräte von Fremdherstellern, die mit Windows 7 ausgerüstet waren. Ballmer rückte dabei ein schlankes tragbares Gerät mit Touchscreen von HP in den Vordergrund, welches als E-Bookreader nutzbar ist und mit einer Version von Amazons Kindle-Software für PC ausgestattet war.

Analysten und Beobachter vor Ort waren sich einig, dass dies alleine so keine neue oder unerwartete Gefahr für ein integriertes Inhaltesystem darstellen dürfte, wie es angeblich Apple Ende des Monats mit einem eigenen Tablet-PC namens iSlate vorstellen dürfte. Der HP-Tablet-PC soll im Laufe des Jahres auf den Markt kommen, Preise nannte Ballmer nicht.

Keine konkreten Aussagen waren am Abend nach der Vorstellung des Googlephones in Silicon Valley auch zur Zukunft von Windows Mobile-Smartphones zu entlocken. Microsoft steht im Smartphonemarkt mit dem Rücken zur Wand. Das Wachstum ist verschwunden, iPhone, RIM und Googles Android haben die Führung übernommen. Hersteller wie Palm haben angekündigt, gar keine Windows-Geräte zu bauen, andere werden folgen.

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