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18.04.2017

05:00 Uhr

Checkliste

Was tun gegen Smartphone-Klau?

Quelle:dpa

Gelegenheit macht Diebe. Beim typischen Umgang mit dem Smartphone ergeben sich etliche Gelegenheiten. Damit das eigene Handy nicht darunter ist, helfen Vorsicht - und aktuelle Technik.

Ein eingerichteter Sicherheitscode schützt das Telefon im Fall eines Diebstahls vor unberechtigtem Zugriff. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn dpa

Sicherheitscode einrichten

Ein eingerichteter Sicherheitscode schützt das Telefon im Fall eines Diebstahls vor unberechtigtem Zugriff. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Aufmerksam sein: „Das Wichtigste ist eigentlich, es nie unbeaufsichtigt zu lassen, auch nicht ganz kurz”, sagt Andreas Mayer von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Auf dem Restaurant-Tisch hat das Mobiltelefon also nichts verloren.

Tasche schließen: Zum Schutz vor Taschendieben wird eine Handtasche mit Smartphone verschlossen und mit der Öffnung zum Körper getragen, rät Mayer. Wer das Smartphone zum Beispiel in der Jacke trägt, verfrachtet es am besten in die Innen-, nicht in die Außentasche. Weil auch das nicht zu 100 Prozent schützt, empfiehlt Mayer, für den Ernstfall vorzubeugen.

Bildschirmsperre einrichten: Vorbeugen bedeutet vor allem, Dieben keinen Zugriff auf das Telefon und die gespeicherten Daten zu geben. „Die Bildschirmsperre am Smartphone sollte immer aktiviert sein”, sagt er. Android-Besitzer können über den Punkt „Sicherheit” im Menü auch den Telefonspeicher verschlüsseln. Das iPhone ist ab Werk verschlüsselt.

Handy sperren und löschen: Wer nicht so vorbeugt, muss sich nach dem Diebstahl eine Art Wettlauf mit den Dieben liefern. Denn über den Android Device Manager oder über die iCloud-Funktion „ Mein iPhone suchen” lässt sich das Gerät zwar aus der Ferne sperren beziehungsweise löschen. Das klappt aber nur, wenn die Diebe damit noch im Daten- oder Mobilfunknetz sind.

Passwörter ändern: Bestohlene sollten die Funktionen zum Sperren und Löschen zwar auf jeden Fall nutzen. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht, rät das Portal „ Mobilsicher.de”. Stattdessen empfehlen die Experten zur Sicherheit noch, die Passwörter von Mail- und anderen Online-Konten zu ändern. Und natürlich ist auch eine Sperrung der SIM-Karte über die zentrale Rufnummer 116 116 Pflicht.

Smartphone orten: Mit den Sperr- und Löschfunktionen von Android und iOS lassen sich die Smartphones in der Regel auch orten. Auf eigene Faust auf Diebesjagd gehen sollte man aber nicht, sagt Andreas Mayer. „Für die Polizei können diese Informationen bei der Fahndung nach dem Gerät aber sehr hilfreich sein.” Grundsätzlich rät er, jeden Smartphone-Verlust bei der Polizei zu melden.

IMEI-Nummer notieren: Wichtig für die Anzeige bei der Polizei ist außerdem die einzigartige IMEI-Nummer. Das ist eine Art Seriennummer, die jedes Handy und Smartphone besitzt und die sich Besitzer sicherheitshalber notieren sollten. Zu finden ist sie auf iPhones in den Einstellungen bei „Info” und auf Androiden bei Einträgen wie „Über das Telefon”.

Über Androids Gerätemanager oder Apples iCloud (hier im Bild) lässt sich der Standort eines verlorenen Telefons ermitteln - wenn die Funktion aktiviert und das Gerät mit einem Mobilfunknetz verbunden ist. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn dpa

Standort ermitteln

Über Androids Gerätemanager oder Apples iCloud (hier im Bild) lässt sich der Standort eines verlorenen Telefons ermitteln - wenn die Funktion aktiviert und das Gerät mit einem Mobilfunknetz verbunden ist. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Daten regelmäßig sichern: Eine Garantie dafür, dass man sein Smartphone zurückbekommt, ist die Anzeige bei der Polizei aber noch lange nicht. Zur Vorbeugung gehört daher auch, die Daten auf dem Gerät regelmäßig zu sichern. Auf dem iPhone geht das entweder via iCloud oder per mit Kabelverbindung über iTunes. Mit einem Google-Konto verknüpfte Androiden speichern die wichtigsten Daten online ab. Lokal und ohne Google-Schnüffelei geht es zum Beispiel mit dem Programm „ MyPhoneExplorer”.

Handy versichern: Auf dem materiellen Schaden eines gestohlenen Smartphones bleibt man höchstwahrscheinlich aber sitzen. Viele Händler bieten Mobiltelefone zwar zusammen mit sogenannten Handyversicherungen an. Sie sollen auch bei Diebstahl einspringen, sind aber in der Regel ihr Geld nicht wert, warnt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Sie decken nämlich meist den sogenannten einfachen Diebstahl, unter den auch der Taschendiebstahl fällt, nicht ab. Stattdessen zahlen die meisten Handyversicherungen nur bei Raub oder einem Wohnungseinbruch. „In solchen Fällen hilft aber auch die Hausratversicherung”, sagt Weidenbach. Von der Hausratversicherungen gibt es im Verlustfall den Neuwert, die Handyversicherungen zahlt dagegen nur eine sogenannte Zeitwerterstattung – und damit meist deutlich weniger Geld.

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