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28.02.2012

12:02 Uhr

Cloud-Computing

Der Arbeitsplatz in der Datenwolke

VonPeter Köhler, Yasmin Osman, Christian Panster

Das sogenannte „Cloud-Computing“ hält Einzug in die deutschen Bankzentralen. Was sich hinter der Technologie verbirgt und wie sie die Branche verändern wird.

Die Wolken der Banken: In sogenannten „Clouds“ lassen sich Anwendungen und Daten auslagern. Der Arbeitsplatz wird virtualisiert. dpa

Die Wolken der Banken: In sogenannten „Clouds“ lassen sich Anwendungen und Daten auslagern. Der Arbeitsplatz wird virtualisiert.

FrankfurtEs sind keine guten Zeiten für Banken. Sie müssen sparen - und das kräftig; die Regulierer fordern, dass die Branche künftig für den Krisenfall deutlich mehr Eigenkapital vorhält als in der Vergangenheit. Gekürzt und gestrichen wird deshalb, wo es nur geht: beim Personal, bei den risikoreichen Geschäften, aber auch bei der IT, der Dateninfrastruktur. So kommt es, dass derzeit ein Thema auf der Agenda weit oben steht, dessen Name so schwer fassbar klingt wie der Begriff Nachhaltigkeit: das Thema „Cloud-Computing“.

Keine Bank könne sich gegen diesen Trend stemmen, sagt etwa Hermann-Josef Lamberti, Vorstandsmitglied bei der Deutschen Bank und dort unter anderem für die IT zuständig. Ganz ähnlich sieht es Thomas Ullrich, IT-Vorstand bei der DZ Bank, dem Spitzeninstitut der Genossen. „Cloud-Computing ist für die Bankenbranche nicht verzichtbar. Das ist nicht mehr einfach nur ein Schlagwort, sondern längst mit Aktivitäten belegt“, so Ullrich.

Übersetzt bedeutet Cloud-Computing soviel wie das Arbeiten in einer Rechnerwolke. Dabei geht es vereinfacht darum, Anwendungen und Daten eines Unternehmens auszulagern. Statt über eigene Hochleistungsrechner, die sogenannten Server, greifen Mitarbeiter der Unternehmen dabei über virtuelle Server auf ihre Daten und Anwendungen zu. Das können sie über ihren PC am Arbeitsplatz tun, aber auch über kleine Netbooks oder Handys mit Internetzugang. Der Arbeitsplatz wird virtualisiert.

Cloud-Computing

Begriff

Der Begriff „Cloud-Computing“ wurde unter anderem von den Internetgiganten Amazon, Google oder Yahoo geprägt. Weil diese Konzerne so schnell gewachsen sind, stehen sie fortwährend vor dem Problem, ihre IT-Kapazitäten rasch anpassen zu müssen.

Einführung in die Bankbranche

Die Banken haben das Thema „Cloud-Computing“ erst mit Verzögerung für sich entdeckt. Der Grund ist sicherlich, dass die Branche generell sehr vorsichtig ist, Daten an externe Dienstleiter abzugeben.

Vorteile

Die Fortentwicklung der Technik, vor allem aber das Sparpotenzial bei Bürokapazitäten oder beim Stromverbrauch machen das Thema interessant für Finanzkonzerne.

Anforderungen

Eine Herausforderung für den Online-Buchhändler Amazon etwas ist das Weihnachtsgeschäft, dessen Abwicklung sehr viel größere Anforderungen an die Rechnerleistung stellt als gewöhnliche Handelstage im Jahr - das „Cloud-Computing“ löst dieses Problem.

Der große Vorteil: Das Cloud-Büro ist günstiger als das klassische. Und es ist flexibler. Denn die Anwendungen, wichtige Software etwa, lassen sich in der Datenwolke viel einfacher auf den neuesten Standbringen. Die Kapazität der virtuellen Server passt sich an die Erfordernisse ihrer Nutzer an. Auch das spart Geld.

„Durch die neuen Technologien geht der Energieverbrauch je Endnutzer in der Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt um 70 Prozent zurück“, sagt Lamberti. Und obwohl sich im Investment-Banking in den vergangenen drei Jahren die Rechnerleistung alle zwölf bis 16 Monate verdoppelte, sei der Energieverbrauch in den Rechenzentren konstant geblieben.

Kommentare (1)

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WerHatEsErfunden

28.02.2012, 17:10 Uhr

Cloud (c) Exchange Vision!

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