Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.04.2012

11:17 Uhr

Cloud-Dienst Drive

Googles Nutzungsbedingungen in der Kritik

Computernutzer sollen ihr digitales Leben komplett im Netz verbringen können. Ein zentraler Bestandteil ist der jetzt eröffnete Speicherdienst Google Drive. Kritik gibt es aber an den Nutzungsbedingungen.

Google Drive soll für Google-Nutzer der zentrale Datenspeicher sein. dapd

Google Drive soll für Google-Nutzer der zentrale Datenspeicher sein.

Mountain View/BerlinGoogle heizt den Wettbewerb unter den Online-Speicherdiensten an: Der Internet-Riese hat am Dienstag sein lange erwartetes Online-Laufwerk Google Drive eröffnet. Privatnutzer und Unternehmen können darauf bis zu fünf Gigabyte Daten kostenlos ablegen, für eine größere Kapazität wird eine Monatsgebühr fällig.

Google Drive ist mit anderen Anwendungen des Internet-Riesen eng verzahnt, etwa der Büro-Software Docs und dem Sozialen Netzwerk Google+. Das virtuelle Laufwerk sei ein zentraler Bestandteil der Online-Dienste von Google, betonte Manager Sundar Pichai. Allerdings trifft das Unternehmen auf viele Konkurrenten, die derzeit ihre Dienste mit neuen Funktionen aufrüsten.

Mit dem Google Drive habe man die eigenen Informationen immer zur Hand, sagte Pichai der Nachrichtenagentur dpa. Das Online-Laufwerk funktioniere unabhängig davon, welches Gerät oder welche Anwendung man verwende, sagte der Manager, der bei Google die Entwicklung des Browsers Chrome und des Betriebssystems Chrome OS leitet.

Das virtuelle Laufwerk ist im Browser über die Adresse drive.google.com erreichbar. Für Windows- und Mac-Rechner bietet Google lokal installierbare Programme an, die das Dateimanagement erleichtern sollen. Zudem gibt es eine Anwendung für Smartphones mit dem Betriebssystem Android, eine Version für Apple-Geräte soll bald folgen. Google ermöglicht externen Entwicklern, den Online-Speicher über Schnittstellen für ihre eigenen Anwendungen zu nutzen. Als Beispiel nannte Pichai ein Fax-Programm, das Dateien vom virtuellen Laufwerk direkt sendet.

Wie die meisten Wettbewerber bietet Google eine Basisversion mit fünf Gigabyte (GB) Speicher kostenlos an. 25 GB Platz kosten 2,50 Dollar im Monat, für 100 GB werden fünf Dollar fällig. Für 1000 GB verlangt Google 50 Dollar. Der Dienst ist zwar offiziell eröffnet, viele Nutzer bekamen am Dienstag zunächst aber nur den Hinweis, dass sie benachrichtigt werden, wenn ihre Online-Festplatte bereit ist. Das sei bei dem weltweiten Start eines Angebots in dieser Größenordnung normal, sagte ein Google-Sprecher.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×