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26.09.2011

15:17 Uhr

Cloud Drive

Google folgt Apple und Amazon in die Wolke

Gerüchte über den Cloud-Service Google Drive gab es schon lange. Jetzt steht Googles Aufbruch in die Wolke offenbar unmittelbar bevor.

Google plant ein Cloud-Angebot für Privatanwender. AFP

Google plant ein Cloud-Angebot für Privatanwender.

DüsseldorfGeht es nach den IT-Größen, sollen Dateien künftig nicht mehr nur auf der Festplatte, sondern auch im Internet gespeichert werden. Der Vorteil: Das Netz ermöglicht den Zugriff auf die eigenen Dateien jederzeit und mit verschiedenen Geräten – vom PC bis zum Smartphone.

Schon sind Apple (iCloud), Amazon (Cloud Drive) und Microsoft (Skydrive) angetreten, mit ihren Cloud-Konzepten das Netz zur allgegenwärtigen Festplatte in der Wolke zu machen. Nun wird wohl auch Google mit einem Cloud-Service für Privatanwender nachziehen.

Das zumindest legt ein Foto nahe, welches das US-Blog Techcrunch veröffentlicht hat. Das Foto stammt von einer Google-Präsentation und zeigt offenbar den lange erwarteten Dienst Google Drive. Die Aufnahme lässt vermuten, dass Google Drive eng mit der Online-Office-Suite „Google Text und Tabellen“ verzahnt ist.

Private Clouds im Überblick

Apple: Geisterwolke im Hintergrund

Apple hatte im Juni sein iCloud-Konzept vorgestellt. Anders als bei Google wandert dabei nicht gesamte Anwendung ins Internet. Es werden lediglich die Daten ausgelagert, die so an jedem Gerät immer synchron sind. Der Vorteil: Es handelt sich nach wir vor um native Anwendungen, die speziell für das jeweilige Gerät angepasst sind. Die Wolke arbeitet unsichtbar im Hintergrund.

Kosten und Speicherplatz: Apple bietet fünf bis 50 Gigabyte Speicherplatz im Netz. Fünf Gigabyte sind gratis, für mehr müssen Anwender zwischen 16 und 80 Euro im Jahr bezahlen.

Amazons Musik-Wolke

Amazons Cloud-Angebot für Privatanwender, genannt Cloud Drive, glänzt vor allem als mobile Musikspeicherplattform im Internet. Mit dem Dienst „Cloud Player“ können Nutzer Musik auf jedem beliebigen Computer mit Internetanschluss direkt im Browser abspielen.

Kosten und Speicherplatz: Bei Amazons Cloud-Dienst bekommen Kunden fünf Gigabyte Speicherplatz kostenlos gestellt. Wer ein MP3-Album kauft, erhält seine virtuelle Festplatte für ein Jahr auf 20 Gigabyte aufgestockt. Ansonsten ist das Preismodell einfach: Ein Gigabyte Speicher kostet einen Dollar pro Jahr, man kann bis zu einem Terabyte (1000 GB) aufstocken. Der Speicherplatz von einem Gigabyte fasst im Durchschnitt etwa 250 Songs.

Microsofts virtuelle Festplatte

Auch Microsoft hat eine virtuelle Festplatte im Angebot: Windows Live Skydrive. Voraussetzung ist ein kostenloser Account beim Windows-Live-Dienst von Microsoft. Die Dateien können mittels Browser (Internet Explorer, Apples Safari und Mozilla Firefox werden unterstützt) verwaltet werden. Auch ein Zugriff über Smartphones mit Windows Phone 7 ist möglich. Die Größe der Dateien ist auf 100 MB begrenzt. Besonderer Vorteil: Teil des Online-Services sind abgespeckte Versionen von Microsoft Word, Excel, Powerpoint und Onenote, mit denen Dokumente direkt im Browser bearbeitet werden können – auch wenn Office nicht installiert ist.

Kosten und Speicherplatz: Der kostenlose Speicherplatz ist mit 25 Gigabyte großzügig bemessen und lässt sich nicht vergrößern.

Dropbox

Dropbox ist eine bereits etablierte private Cloud-Speicher-Lösung für Windows, Mac, Linux und diverse Smartphone-Systeme von Android über iPhone bis zum Blackberry. Überall kann auf die in der Dropbox hinterlegten Daten zugegriffen werden. Die Daten sind verschlüsselt auf Amazons Cloud-Server gespeichert. Unterordner können auch für andere Dropbox-Nutzer freigegeben werden.

Speicherplatz und Kosten: Den Nutzern stehen Speichergrößen von zwei Gigabyte (gratis) bis 100 Gigabyte zur Verfügung. Der kostenlose Speicherplatz kann durch das Werben neuer Nutzer vergrößert werden.

Bereits jetzt bietet Googles Cloud-Office-Service die Möglichkeit, Dokumente online zu speichern. Zukünftig soll diese Funktion ausgebaut werden: Neben den Dokumenten aus „Google Text und Tabellen“ werden die Nutzer dann auch andere Dateien online speichern können. Außerdem wird Google der Präsentation zufolge eine Funktion zum Synchronisieren von Dateien über verschiedene Geräte hinweg anbieten. Etwas Ähnliches hatte Apple bereits mit seinen Plänen für den Service iCloud angekündigt.

Weitere Details wie Kosten und verfügbarer Speicherplatz gibt es noch nicht. Es würde jedoch in Googles bisherige Strategie passen, wenn das Service im Gegensatz zur Konkurrenz von Apple und Amazon kostenlos angeboten wird.

Von

std

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

26.09.2011, 18:31 Uhr

Apple wird seinen Clouddienst ebenfalls in der Basisversion kostenlos anbieten jedenfalls 5 GB (nicht hinzugerechnet werden dabei Apps/Musik usw., die über iTunes erworben werden).

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