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01.10.2012

14:29 Uhr

Comeback des Bitcoin

Die Cyberwährung meldet sich zurück

Der Bitcoin ist virtuelles Geld aus dem Internet. Erst als zweifelhafte Hacker-Währung abgetan und fast mit den Platzen einer Spekulationsblase untergegangen, lockt der Bitcoin inzwischen auch professionelle Anleger an.

Logo der digitalen Cyberwährung Bitcoin. Quelle: Public Domain

Logo der digitalen Cyberwährung Bitcoin.

Frankfurt/MainDie Digitalwährung Bitcoin feiert ein überraschendes Comeback. Das virtuelle Geld, dessen Tage nach einer geplatzten Spekulationsblase bereits gezählt schienen, erlebt einen unerwarteten Aufschwung.

Nach dem Mitte 2011 erreichten Rekordhoch bei knapp 30 Dollar pro digitale Währungseinheit war der Bitcoin-Kurs abgestürzt und dümpelte mehr als ein Jahr vor sich hin. Doch zuletzt kletterte der Kurs wieder auf rund zwölf Dollar. Das ruft sogar Hedgefonds auf den Plan. Wichtiger noch als der jüngste Kursauftrieb: Die Verbreitung als Zahlungsmittel nimmt stetig zu.

Die Legende besagt, dass der Bitcoin erstmals 2009 von einem Satoshi Nakamoto in Umlauf gebracht wurde. Wer sich hinter diesem Namen verbirgt, ist rätselhaft. Klar ist allerdings, welche Idee hinter der digitalen Währung steht: Ein Geldsystem, das ohne zentralisierte Kontrolle in Form einer Notenbank auskommt und damit unabhängig von Banken und Regierungen funktioniert. Bitcoins kann am heimischen Computer im Prinzip jeder herstellen, solange das Gerät über genug Rechenkraft verfügt.

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Das im Fachjargon „Mining“ genannte Krypto-Verfahren kostet neben der entsprechenden Hardware vor allem Strom und Nerven. Um Geldeinheiten zu errechnen, muss der Computer hochkomplexe mathematische Formeln lösen. Um ein Ausufern der Geldmenge zu verhindern, gibt das System dem Rechner mit der Zeit immer schwierigere Verschlüsselungen zum Enträtseln auf. Die Anzahl der erzeugten Bitcoins soll sich dadurch alle vier Jahre halbieren, sodass es maximal etwa 21 Millionen Bitcoins geben kann. Fast die Hälfte davon befindet sich bereits in Umlauf.

Nur wenige Nutzer beteiligen sich selbst am Produktionsprozess. Man kann sich den Aufwand sparen, und Bitcoins im Internet mit Dollar oder Euro kaufen. Wurde das Digitalgeld in den Anfangsjahren noch als Spinnerei aus dem Hacker-Milieu abgetan und mit Vorliebe für dubiose Geschäfte genutzt, findet es als Zahlungsmittel zunehmend Verbreitung.

Kommentare (11)

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Brasil

01.10.2012, 14:43 Uhr

Bitcoin ist genau so Werthaltig, wie alle anderen Fiat Waehrungen auch! Da gibt es absolut keinen Unterschied, insofern ist das sog. comeback nur eine logische Konsequenz!

Daniel

01.10.2012, 17:01 Uhr

Aber bitte mit "anderen Fiat Waehrungen" nicht implizieren, dass Bitcoin eine solche ist. Das ist Bitcoin überhaupt nicht.

Wiki liefert eine gute Definition von Fiat: "[...]besteht und dessen Akzeptanz durch gesetzliche Vorschriften – wie die Erklärung zum gesetzlichen Zahlungsmittel – erreicht und sichergestellt wird[...]"

Ob es nun gut oder schlecht ist, dass BTC kein Fiat ist, ist eine andere (tws. auch subjektive) Frage

brunozisterer

01.10.2012, 19:12 Uhr

Der weltweite Goldbestand beträgt schätzungsweise 170.000 Tonnen. Sind alle Bitcoins gemined gibt es davon ca. 21 Millionen Stück. Somit kommen auf 170.000.000 Kilo Gold 21.000.000 Bitcoins. Das sind dann 170.000.000 geteilt durch 21.000.000 sind 8.09 Kilo Gold pro Bitcoin. Der Kilopreis Gold kostet heute verkauf 43770 Euro pro Kilo, somit hat mein Bitcoin einen teoretischen Wert von (8.09 mal 43770 Euro) 354328 Euro. Leute worauf wartet Ihr noch !!!

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