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19.01.2007

07:05 Uhr

Computer

IBM verdient 9,5 Milliarden Dollar

Der US-Computerkonzern IBM hat den Gewinn im Gesamtjahr und Schlussquartal 2006 dank eines starken Softwaregeschäfts und der Erholung seiner Dienstleistungssparte kräftig erhöht. Trotzdem fiel der Aktienkurs am Donnerstag nachbörslich deutlich um fünf Prozent auf 94,24 Dollar.

IBM-Gebäude in New York dpa

Der IBM-Aktienkurs hat erstmals seit vier Jahren wieder die Marke von 100 Dollar überschritten (Archivbild).

dpa ARMONK. Der US-Computerkonzern IBM hat den Gewinn im Gesamtjahr und Schlussquartal 2006 dank eines starken Softwaregeschäfts und der Erholung seiner Dienstleistungssparte kräftig erhöht. Trotzdem fiel der Aktienkurs am Donnerstag nachbörslich deutlich um fünf Prozent auf 94,24 Dollar.

Der IBM-Aktienkurs hatte am Dienstag erstmals seit vier Jahren wieder die Marke von 100 Dollar überschritten nach einem Zwölfmonatstief von 73,57 Dollar im Sommer 2006. An der Wall Street hat es bei den Technologieaktien nach einem wochenlangen Höhenflug in den vergangenen Tagen starke Verluste gegeben. Apple enttäuschte mit seiner Prognose für das laufende Quartal, und Intel verbuchte angesichts von Preiskämpfen mit dem Hauptkonkurrenten Advanced Micro Devices erhebliche Gewinnrückschläge. IBM übertraf mit seinem Quartalsgewinn zwar die Analystenerwartungen, doch hatten einige Investoren auf noch bessere Ergebnisse gehofft. Außerdem entwickelte sich das Hardware-Geschäft nicht sonderlich gut.

IBM erhöhte seinen Gewinn 2006 um 19,6 Prozent auf 9,5 Mrd. Dollar (7,4 Mrd Euro). Der Gewinn je Aktie legte auf 6,11 (Vorjahr: 4,87) Dollar zu, wie IBM in Armonk (US-Bundesstaat New York) mitteilte. Der Umsatz stagnierte bei 91,4 Mrd. Dollar. Unter Ausklammerung der verkauften Personal-Computer-Sparte von IBM gab es jedoch ein Umsatzplus von vier Prozent. Daneben baute IBM sein lukratives Softwaregeschäft durch ein Dutzend Firmenkäufe aus.

In Nord- und Südamerika stieg der Umsatz um zwei Prozent auf 39,5 Mrd. Dollar, in der Region Europa/Naher Osten/Afrika stagnierte er mit 30,5 Mrd. Dollar, und im asiatisch-pazifischen Raum legte er um sechs Prozent auf 17,6 Mrd. Dollar zu. IBM verbuchte im Geschäft mit anderen Herstellern einen Umsatzanstieg von 18 Prozent auf 3,9 Mrd. Dollar.

Die Technologie-Dienstleistungssparte verbuchte im Schlussquartal einen massiven Auftragsschub von 17,8 Mrd. Dollar. Das war eine Steigerung von 55 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit. IBM hatte bei seiner wichtigen Dienstleistungssparte, dem mit Abstand größten Geschäftsbereich, zum Jahresende einen Auftragsbestand von 116 Mrd. Dollar. Das waren fünf Mrd. Dollar mehr als vor einem Jahr.

Im Schlussquartal 2006 stieg der Umsatz um 7,5 Prozent auf 26,3 Mrd. Dollar. Der Quartalsgewinn erhöhte sich um 11,1 Prozent auf 3,5 Mrd. Dollar oder 2,31 (Vorjahr: 1,99) Dollar je Aktie. IBM hatte nach Angaben von Konzernchef Samuel J. Palmisano ein „tolles Quartal und ein gutes Jahr“. IBM sei in den Wachstumsmärkten der sich wandelnden IT-Branche gut positioniert.

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