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19.04.2006

13:30 Uhr

Computer

IBM, Yahoo! und TI mit positiven Quartalsergebnissen

Mit zum Teil kräftigem Wachstum bei Umsatz und Gewinn haben die großen Technologie-Unternehmen IBM, Texas Instruments und Yahoo! für neuen Optimismus in der Branche gesorgt.

Rich Templeton dpa

TI-Chef Rich Templeton: Der Konzern steigert Umsatz und Gewinn.

dpa ARMONK/DALLAS. Mit zum Teil kräftigem Wachstum bei Umsatz und Gewinn haben die großen Technologie-Unternehmen IBM, Texas Instruments und Yahoo! für neuen Optimismus in der Branche gesorgt.

IBM steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal 2006 um 22 Prozent auf 1,7 Mrd. Dollar, der Chip-Produzent Texas Instruments legte dank des anziehenden Geschäfts in Indien und China sogar um 42 Prozent auf 585 Mill. Dollar zu. „Wir sind wieder auf dem richtigen Weg“, sagte Chuck Jones, Analyst bei der Investmentfirma Atlantic Trust Stein Roe. Analysten hatten zuvor geschätzt, dass sich die enttäuschenden Ergebnisse des voran gegangenen Quartals wiederholen könnten.

Der Umsatz des Internet-Portalbetreibers Yahoo! stieg um 34 Prozent auf 1,57 Mrd. Dollar. Wegen höherer Ausgaben für Aktienoptionen sank der Nettogewinn allerdings um 22 Prozent auf 160 Mill. Dollar. Von diesen Ausgaben bereinigt kletterte der Gewinn dank des guten Anzeigengeschäfts von 195 Mill. Dollar im Vorjahresquartal auf 231 Mill. Dollar. Die Aktie des Internet- Dienstleisters stieg im nachbörslichen Handel um 5,18 Prozent auf 32,92 Dollar. Yahoo! habe einen „grandiosen Start“ in das Jahr hingelegt, sagte Finanzchefin Susan Decker.

Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM steigerte seinen Nettogewinn von 1,4 Mrd. Dollar ein Jahr zuvor auf 1,7 Mrd. Dollar. IBM-Chef Sam Palmisano hatte sich zuletzt von der unprofitablen PC- Sparte getrennt und rund 14 500 Stellen abgebaut. Das Unternehmen hatte die komplette Computer-Sparte an den chinesischen Hersteller Lenovo verkauft. Der Umsatz des Konzerns fiel um 9,8 Prozent auf 20,7 Mrd. Dollar. Allein im Hardware-Geschäft gingen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 4,6 Mrd. Dollar zurück.

Texas Instruments, größter Handy-Chip-Hersteller der Welt, verzeichnete im abgelaufenen Quartal dank des starken Wachstums im Halbleitergeschäft ein Umsatzwachstum von 23 Prozent auf 3,3 Mrd. Dollar. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg der Nettogewinn von 411 Mill. im Vorjahresquartal auf 585 Mill. Dollar. „Die Nachfrage war stark, und wir erwarten, dass das so weitergeht“, sagte TI-Chef Rich Templeton.

Vor allem die sich entwickelnden Märkte China und Indien werden nach Meinung von Analysten das Geschäft ankurbeln. In China rechnet etwa die Deutsche Bank in diesem Jahr mit einem Absatz-Zuwachs von 27 Prozent auf 133,5 Mill. Handys, während in Indien ein Zuwachs um 56 Prozent auf 88,3 Mill. Stück erwartet wird. Für das laufende Quartal stellte Texas Instruments, dessen Chips in mehr als der Hälfte aller weltweit verkauften Handys arbeiten, einen Umsatz von 3,46 bis 3,75 Mrd. Dollar in Aussicht.

Der amerikanische Technologiekonzern Motorola sorgte an der Börse allerdings für Enttäuschung. Lediglich beim Umsatz konnte das Unternehmen die Markterwartungen übertreffen. Der Nettogewinn des weltweit zweitgrößten Handy-Herstellers sank von 692 Mill. Dollar im Vorjahresquartal auf 686 Mill. Dollar. Der Umsatz legte um 23 Prozent auf zehn Mrd. Dollar zu.

Analysten hatten erwartet, dass das in Schaumburg (Illinois) ansässige Unternehmen Rekordabsätze seiner Handys vermeldet und die Nachfrage nach hochpreisigen Mobiltelefonen den Gewinn ankurbelt. 46,1 Mill. Mobiltelefone lieferte Motorola im ersten Quartal aus. Das Modell „Razr“ legte im Jahresvergleich um 61 Prozent zu. Allerdings habe die gedämpfte Nachfrage nach Netzwerkausrüstung die Umsätze gedrückt, sagte Motorola-Chef Edward Zander. An den Finanzmärkten war die Reaktion eindeutig. Motorola-Aktien büßten im nachbörslichen US-Handel kräftig um 4,49 Prozent auf 23,00 Dollar ein. Zuvor war die Aktie noch mit plus 2,12 Prozent auf 24,08 Dollar aus dem Handel gegangen.

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