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20.04.2006

06:50 Uhr

Computer

Intel-Quartalsgewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im ersten Quartal den niedrigsten Gewinn seit drei Jahren ausgewiesen. Der Überschuss fiel um 36,3 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar (1,15 Mrd Euro). Der Umsatz ging im Vorjahresvergleich um 5,3 Prozent auf 8,9 Mrd. Dollar zurück.

Intel dpa

Der Quartalsgewinn des Chipherstellers "intel" ist eingebrochen.

dpa SANTA CLARA. Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im ersten Quartal den niedrigsten Gewinn seit drei Jahren ausgewiesen. Der Überschuss fiel um 36,3 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar (1,15 Mrd Euro). Der Umsatz ging im Vorjahresvergleich um 5,3 Prozent auf 8,9 Mrd. Dollar zurück.

Das Unternehmen verwies auf ein langsameres Wachstum des PC-Marktes. Branchenexperten zufolge wirkte sich auch der wachsende Wettbewerbsdruck durch den Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) aus. Intel hatte seine Umsatzprognose Anfang März von ursprünglich 9,1 bis 9,7 Mrd. Dollar auf eine Spanne zwischen 8,7 und 9,1 Mrd. gesenkt.

„Wir glauben, dass sich das Wachstum des PC-Marktes in den letzten Quartalen abgeschwächt hat“, sagte Intel-Chef Paul Otellini. „Das hatte einen langsameren Abbau der Chip-Lagerbestände bei unseren Kunden zur Folge, der sich im ersten Halbjahr auf unseren Umsatz auswirkt.“

AMD hatte in der vergangenen Woche mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen des Marktes teilweise übertroffen. Das Unternehmen war Intel bei der Markteinführung der neuen Doppelkern-Prozessoren (Dual Core) teilweise zuvorgekommen. Damit konnte AMD vor allem im lukrativen Server-Markt punkten.

Das Geschäft mit Unternehmenskunden sei im abgelaufenen Vierteljahr weltweit relativ schwach gewesen, sagte Intel-Deutschland-Chef Hannes Schwaderer. „Im vierten Quartal haben die Unternehmen noch viel investiert, das unterliegt einer natürlichen Saisonalität.“ Gemessen an den verkauften Stückzahlen habe Intel anders als noch im vierten Quartal keine Marktanteile im Server-Bereich mehr an AMD abgeben müssen, sagte Schwaderer.

In Deutschland falle der Absatz von Personal Computern vergleichsweise schwach aus, dagegen sei die „Kauflust“ bei großen Fernsehern sehr groß, sagte Schwaderer. „Gerade in Deutschland wird zur Zeit für die Fußballweltmeisterschaft aufgerüstet.“

Der weltgrößte Chiphersteller stellt mit dem Wechsel von Pentium-Chips auf die neuen „Core“-Plattformen seine Produktpalette zur Zeit auf eine komplett neue Architektur um. Wie bei jedem Plattform- Wechsel, etwa auch dem von Pentium drei auf Pentium vier vor einigen Jahren, habe Intel eine Verlangsamung des Geschäfts verzeichnet, sagte Schwaderer. „Für das zweite Halbjahr erwarten wir, dass der Markt wieder deutlich anzieht.“ Mit den neuen Plattformen werde Intel dann technologisch führend sein. Für das Gesamtjahr erwartet Intel einen Umsatzrückgang von drei Prozent.

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