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24.01.2007

08:35 Uhr

Computer

Preiskrieg treibt AMD in rote Zahlen

Ein heftiger Preiskrieg mit dem Hauptkonkurrenten Intel und hohe Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf des Grafikchip-Herstellers ATI Technologies haben den amerikanischen Chipanbieter Advanced Micro Devices (AMD) in die roten Zahlen getrieben.

dpa SUNNYVALE. Ein heftiger Preiskrieg mit dem Hauptkonkurrenten Intel und hohe Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf des Grafikchip-Herstellers ATI Technologies haben den amerikanischen Chipanbieter Advanced Micro Devices (AMD) in die roten Zahlen getrieben.

Die Schlacht um Kunden und Marktanteile dürfte die Chip-Preise für Personal Computer und Server auch in diesem Jahr unter massivem Druck halten. Die AMD-Aktien fielen am Dienstag nach Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse nachbörslich um 4,51 Prozent auf 16,72 Dollar.

AMD machte im vierten Quartal 2006 einen Verlust von 574 Mill. Dollar (445 Mill. Euro) oder 1,08 Dollar je Aktie gegenüber einem Gewinn von 96 Mill. Dollar oder 21 Cent je Aktie im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der Quartalsumsatz fiel geringfügig von 1,84 auf 1,77 Mrd. Dollar. Es fielen Akquisitions- und Integrationskosten von 1,04 Dollar je Aktie an und andere Sonderkosten von fünf Cent je Aktie.

AMD setzte im Gesamtjahr 5,6 (Vorjahr: 5,8) Mrd. Dollar um und verbuchte einen Verlust von 166 Mill. Dollar oder 34 Cent je Aktie. Im Jahr zuvor hatte das in Sunnyvale (US-Staat Kalifornien) ansässige Unternehmen noch 165 Mill. Dollar oder 40 Cent je Aktie verdient. AMD erwartet für das erste Quartal 2007 einen Umsatz von 1,6 bis 1,7 Mrd. Dollar.

AMD-Chef Hector Ruiz sieht auch für 2007 ein unglaublich herausforderndes Preisumfeld. Die fallenden Chip-Preise, vor allem für Server-Chips, haben bei AMD auch zu einem massiven Einbruch der Bruttomargen im Schlussquartal auf nur noch 36 Prozent geführt gegenüber 57 Prozent in der entsprechenden Vorjahreszeit.

Der Branchenführer Intel hatte auf starke Marktanteilgewinne von AMD, die mit technologisch fortgeschrittenen PC-, Laptop- und Server-Chips erzielt wurden, mit einer Serie neuer leistungsstarker Chips und mit einer Intensivierung des Preiskriegs reagiert. Die andauernde Schlacht mit AMD um Kunden und Marktanteile hatte auch die vor wenigen Tagen bekannt gegebenen Quartalsergebnisse von Intel belastet.

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