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24.01.2007

12:35 Uhr

Computer

Qimonda bringt Infineon höheren Gewinn ein

Der Speicherchip-Spezialist Qimonda hat seinem Mutterkonzern Infineon zum Start ins neue Geschäftsjahr einen unerwartet hohen Gewinn eingebracht. Der Überschuss kletterte um 13 Prozent auf 177 Mill. Euro, teilte die Qimonda AG am späten Dienstagabend mit.

Qimonda dpa

Der Speicherchip-Spezialist Qimonda macht seinem Mutterkonzern Infineon Freude.

dpa MüNCHEN. Der Speicherchip-Spezialist Qimonda hat seinem Mutterkonzern Infineon zum Start ins neue Geschäftsjahr einen unerwartet hohen Gewinn eingebracht. Der Überschuss kletterte um 13 Prozent auf 177 Mill. Euro, teilte die Qimonda AG am späten Dienstagabend mit.

Der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2006/07 (31. Dezember) sank im Vergleich zum Vorquartal allerdings unter anderem wegen des schwächeren Dollar um fünf Prozent auf 1,17 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr zeigte sich der Konzern zuversichtlich. Impulse erhofft sich Qimonda unter anderem vom Geschäft mit Speicherchips für die Unterhaltungselektronik, aber auch von der Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Vista.

Infineon hatte sein Speicherchip-Geschäft nach langen Problemen ausgegliedert und im August unter dem Namen Qimonda an die Börse gebracht, hält aber immer noch die Mehrheit. Allerdings steht der Bereich heute wesentlich besser da als noch vor einem Jahr: Im ersten Quartal des vorigen Geschäftsjahres hatte das Unternehmen einen Verlust von 127 Mill. Euro gemacht. Der Umsatz schnellte im Jahresvergleich um 73 Prozent hoch. Wegen der stark schwankenden Preise für Speicherchips ist bei Qimonda allerdings ein Vergleich zum Vorquartal aussagekräftiger als der zum Vorjahr.

Das kräftige Gewinnwachstum begründete Qimonda vor allem mit Produktivitätssteigerungen. Außerdem seien die Preise für Speicherchips in den vergangenen Monaten relativ stabil gewesen. Dies könne sich in den kommenden Monaten ändern. „Aber wir sind es gewohnt, in diesem Umfeld zu arbeiten“, sagte Vorstandschef Kin Wah Loh. Inzwischen sei Qimonda breiter aufgestellt und damit nicht mehr so stark abhängig von Preissenkungen in dem Bereich. Einen wachsenden Anteil hat vor allem das Geschäft mit Logik-Chips, die unter anderem in der Auto- und Industrieelektronik eingesetzt werden.

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