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22.01.2007

07:25 Uhr

Computer

SAP startet Mittelstandsoffensive

Der Softwarekonzern SAP will mit einer Mittelstandsoffensive seine Position als weltweit führender Anbieter für Unternehmenssoftware untermauern.

SAP-Hauptquartier dpa

SAP legt seine Zahlen für das Jahr 2006 vor.

dpa FRANKFURT/WALLDORF. Der Softwarekonzern SAP will mit einer Mittelstandsoffensive seine Position als weltweit führender Anbieter für Unternehmenssoftware untermauern. Bis zu 400 Mill. Euro wird das Dax-Unternehmen in diesem Jahr in das neue Geschäftsfeld investieren, sagte Vorstandschef Henning Kagermann am Mittwoch in Frankfurt.

„SAP ist eine Wachstumsfirma.“ Bis zum Jahr 2010 sollen bis zu 45 Prozent aller Auftrageingänge vom Mittelstand kommen. Das Marktvolumen wird auf rund 15 Mrd. Euro geschätzt.

Als Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2007 gab Kagermann ein währungsbereinigtes Plus von bis zu 14 Prozent beim Produktumsatz aus. Die Börse reagierte enttäuscht auf den Ausblick des Walldorfer Softwarehauses. Der Kurs sackte wie bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen für das Jahr 2006 kräftig um zeitweise mehr als fünf Prozent und auf den tiefsten Stand seit September 2006. Als Begründung gaben Analysten an, dass SAP wegen der hohen Investitionen in das Mittelstandsgeschäft mit einer niedrigeren Rendite rechne.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 baute SAP den Gewinn nach Steuern laut Finanzvorstand Werner Brandt um 25 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro aus. Das operative Ergebnis kletterte um zehn Prozent auf 2,6 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 9,4 Mrd. und die Softwarelizenzerlöse legten ebenfalls um zehn Prozent auf 3,1 Mrd. Euro zu.

Kagermann sprach von einem soliden Jahr 2006. Er räumte jedoch mit Blick auf die verfehlte Prognose bei den Softwarelizenzerlösen ein, dass Europas führendes Softwarehaus nicht alles Ziele erreicht habe. Die weltweiten Marktanteile seien aber weiter ausgebaut und der Abstand zum härtesten Konkurrenten Oracle nochmals vergrößert worden.

Die Zahl der Mitarbeiter wurde um 3 480 auf 39 355 im Konzern ausgebaut. Auf dem heimischen Markt kamen nach Angaben von Deutschland-Chef Michael Kleinemeier rund 300 neue Jobs hinzu. 2007 will das weltweit drittgrößte Softwarehaus erneut 3 500 neue Stellen schaffen, davon bis zu zehn Prozent in Deutschland.

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