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24.01.2007

08:55 Uhr

Computer

Stichwort: Konkurrenzangebote zu Windows Vista

Windows dominiert mit einem Anteil von über 90 Prozent den Markt der Personal Computer. Doch konkurrenzlos ist das Microsoft-Flaggschiff damit nicht.

Linux dpa

Pinguin "Tux", die Symbolfigur des Linux-Betriebssystems, labt sich an einer "Windows"-Getränkepackung (Archivbild).

dpa HAMBURG. Windows dominiert mit einem Anteil von über 90 Prozent den Markt der Personal Computer. Doch konkurrenzlos ist das Microsoft-Flaggschiff damit nicht. Insbesondere das freie Betriebssystem Linux und das Apple-System Mac OS werden von zahlreichen Computeranwendern als Alternative eingesetzt und geschätzt.

Das vom Finnen Linus Torvalds ins Leben gerufene offene System Linux macht Microsoft im Serverbereich inzwischen ernsthafte Konkurrenz. Bei den üblichen Desktop-PCs spielt das System mit dem Pinguin-Maskottchen aber bislang nur eine kleine Außenseiterrolle. „Wer mit E-Mail, Browser und einem Office-Paket zufrieden ist, kann problemlos unter Linux glücklich werden“, schreibt Chris Schläger, einer der Entwickler der Linux-Oberfläche KDE. Allerdings seien bestimmte Spiele, Multimedia-Anwendungen und andere Programme aus der Windows-Welt unter Linux nicht verfügbar, räumt Schläger ein. Außerdem machten etliche Hardwarehersteller den Linux-Anwendern das Leben schwer, da die notwendigen Treiber nicht mitgeliefert würden.

Probleme mit Hardware-Treibern oder Multimedia-Programmen spielen beim Mac OS von Apple kaum eine Rolle, denn die Macintosh-Rechner bieten vor allem beim „Digital Lifestyle“ eine echte Alternative zu Windows. Beim „Look & Feel“ von Windows Vista haben sich die Microsoft- Entwickler sogar weitgehend am Vorbild Mac OS orientiert. Nur bei Computerspielen und einigen Spezialprogrammen hinkt das Apple-System hinter Windows her. Der Erfolg des Musikplayers ipod von Apple hat in den vergangenen Monaten viele Windows-Anwender zum Umstieg auf einen Macintosh-Rechner bewegt. Da Apple bei der Aufholjagd jedoch von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau gestartet ist, hat Mac OS noch nicht die Schwelle von fünf Prozent Marktanteil weltweit genommen.

Der hartnäckigste Konkurrent von Microsoft kommt aus dem eigenen Haus. Unzählige Windows-Anwender sind mit ihrem alten System eigentlich ganz zufrieden und befürchten, dass bei einem Umstieg auf das neue Windows Vista bestimmte Programme nicht mehr laufen, die bislang gut funktionieren. Daher wird sich Microsoft vermutlich in der Werbung für Vista darauf konzentrieren, die Verbesserungen gegenüber den Vorgängerversionen herauszuarbeiten.

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