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02.01.2005

14:10 Uhr

IT + Telekommunikation

Computerexperte rechnet mit neuen Wurm-Attacken

Nach dem Jahr mit den bisher meisten Viren und Würmern in der Computergeschichte rechnen Experten auch für 2005 nicht mit einer Entspannung. „Das Ausmaß der Probleme wird weiter zunehmen“, sagte Sicherheitsexperte Jürgen Schmidt vom Computermagazin c't (Verlag Heise, Hannover) in einem dpa-Gespräch.

dpa HANNOVER. Nach dem Jahr mit den bisher meisten Viren und Würmern in der Computergeschichte rechnen Experten auch für 2005 nicht mit einer Entspannung. „Das Ausmaß der Probleme wird weiter zunehmen“, sagte Sicherheitsexperte Jürgen Schmidt vom Computermagazin c't (Verlag Heise, Hannover) in einem dpa-Gespräch.

Die Szene professionalisiere sich zunehmend: „Es geht immer seltener darum, dass etwa Jugendliche mit einem Computerwurm zeigen wollen, was sie drauf haben“. Vielmehr gehe es darum, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

So hätten Versuche, mit so genannten „Phishing“-Mails und Spionageprogrammen Zugangskennungen und Passwörter auszuspionieren, in den vergangenen Monaten weiter zugenommen. Hier müssten Computernutzer grundsätzlich vorsichtig sein: „Keine seriöse Bank, kein auf Sicherheit bedachtes Unternehmen wird jemals per Mail sensible Kundendaten abfragen“, warnte Schmidt.

Würmer wie „Sasser“, die millionenfach Computer befallen und vor allem Sicherheitslücken in den Microsoft Programmen Windows und Internet Explorer ausgenutzt hatten, werden nach Schmidts Prognose vermutlich seltener auftreten. Der Software-Konzern habe mit einem Service Pack die Sicherheit erheblich verstärkt.

Dennoch seien die Probleme mit Technik allein nicht in den Griff zu bekommen. „Wenn sich ein Anwender entscheidet, eine verdächtige Datei zu öffnen, kann und wird ihn ein Betriebssystem nicht daran hindern“, warnte der Experte und riet zu gesundem Misstrauen: „Sich blind auf Sicherheitseinrichtungen zu verlassen, ist ein gravierender Fehler.“ Besonders unaufgefordert zugesandte Mails mit Dateianhängen sollten mit äußerster Vorsicht behandelt werden, denn möglicherweise transportiere die Mail einen Virus. Anwendern empfiehlt der Experte, unbedingt ein aktuelles Anti-Viren-Programm auf dem Computer zu installieren.

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