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09.03.2011

09:26 Uhr

Computertechnik

Mit den Augen die Maus steuern

Eine neu entwickelte Augensteuerung für Computer macht es möglich, den Mauszeiger auf einem Bildschirm zu bewegen oder in einem Spiel Blickkontakt mit einer Spielfigur zu halten.

Sensoren folgen den Bewegungen der Augen. Quelle: dapd

Sensoren folgen den Bewegungen der Augen.

HannoverEinen Computer nur mit den Augen zu steuern, das klingt wie Zukunftsmusik. Ein Notebook-Prototyp, den der chinesische PC-Hersteller Lenovo und die schwedische Firma Tobii vergangene Woche auf der Computermesse Cebit in Hannover zeigten, lässt diesen Traum allmählich Wirklichkeit werden.

Sensoren folgen den Bewegungen der Augen des Betrachters und ein Programm versucht daraus zu errechnen, wohin der Blick auf dem Bildschirm geht. In Zukunft soll es nach Angaben der Entwickler möglich sein, mit den Augen den Mauszeiger auf einem Bildschirm zu bewegen oder auch in einem Spiel Blickkontakt mit einer Spielfigur zu halten.

Der Augensensor arbeitet mit zwei unsichtbaren Infrarotlichtern, die auf die Augen gerichtet sind. Zwei versteckte Kameras beobachten die Bewegungen der Augäpfel und die Reflexionen auf der Netzhaut. Das Gerät muss für jede Person individuell eingestellt werden, funktioniert aber auch bei Brillenträgern.

Die Augensteuerung solle Maus, Tastatur oder Touchscreens nicht ersetzen, sondern sie ergänzen, erklärte Barbara Barclay von Tobii bei einer Vorführung in New York. Die Arbeit mit dem Computer könne dadurch schneller und effizienter werden.

Die Firma Tobii fertigt schon seit rund einem Jahrzehnt Augensensoren und Augensteuerungen für Forscher und Behinderte. Die Umsetzung dieser Technik für den Laptop solle zeigen, dass das mehr als eine Nische sei, erklärte Barclay. Das sei ein "Ideen-Generator".

Der zusammen mit Lenovo entwickelte Prototyp ist noch doppelt so dick wie ein normales Notebook. Marktreife Versionen werden dünner sein und sind in etwa zwei Jahre zu erwarten, wie Barclay sagte.

Die Entwicklung neuer Steuerungsmethoden für Computer ist derzeit ein Trend. Touchscreens wurden mit den Smartphones und Tablet-Computern wie dem iPad populär, die Konsole Wii von Nintendo machte Bewegungssteuerungen über einen Controller massentauglich. Und Microsofts Bewegungssteuerung Kinect nutzt eine Infrarotkamera, um die Bewegung des Körpers dreidimensional zu erfassen.

Von

dapd

Kommentare (1)

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KFR

09.03.2011, 11:05 Uhr

ganz was Neues oder ? gibts in Wissenschaft und Militär schon lange ! übrigens haben sie die "kinect" 3D-Analyse der PS3 übersehen.

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