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10.01.2012

12:53 Uhr

Consumer Electronics Show

Ganz entspannt mit dem Fernseher reden

Fernseher werden immer schlauer – und lassen manchen Zuschauer ratlos zurück. Wie soll man mit 50 Kanälen, YouTube, Internet und den unvermeidlichen Apps klarkommen? Auf der CES sucht die Branche nach Lösungen.

Geht es nach Samsung, sieht so die Zukunft des Fernsehens aus. AFP

Geht es nach Samsung, sieht so die Zukunft des Fernsehens aus.

Las Vegas„Hi Fernseher, Kanal hoch“ – mit diesem Kommando schaltet der junge Mann um, ohne die fettige Pizza aus den Händen zu legen. Auch für eine Internetsuche auf dem großen Bildschirm braucht er keine Fernbedienung: Die Begriffe spricht er vor, und den Mauszeiger bewegt er mit einer Geste. Geht es nach Samsung, sieht so die Zukunft des Fernsehens aus.

Was der südkoreanische Konzern in diesen Tagen auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zeigt, hat mit der Realität im Wohnzimmer der meisten Zuschauer wenig zu tun. Viele haben mittlerweile schicke Flachbildschirme, aber wer darauf YouTube-Videos, Blockbuster aus der Online-Videothek oder Urlaubsfotos von seinem PC gucken will, muss meist umständlich auf der Fernbedienung herumtippen, falls er überhaupt das richtige Menü findet. Die Fernseher können immer mehr, werden aber auch immer komplizierter.

Die Branche weiß um das Problem – und will Abhilfe schaffen. „Ich glaube, dass 2012 das Jahr der Benutzeroberfläche wird“, sagt Shawn Dubravac, Forschungsdirektor der Consumer Electronics Association (CEA). Die Steuerung der Geräte wird aufgeräumter und eleganter, lautet die Prognose des Experten. Die Technologie trete künftig immer mehr in den Hintergrund und erlaube eine „natürliche Interaktion“. Etwa mit intuitiven Fernbedienungen – bislang eine Rarität – sowie mit Stimme und Gesten, wie bei Samsung demonstriert.

Einen Ansatz hat LG bereits im vergangenen Jahr vorgeführt: Der koreanische Hersteller verkauft einige Modelle mit einer „Magic Remote“, einer Zauber-Fernbedienung. Sie ermöglicht es, mit Fingergesten durch Menüs zu navigieren. Die neue Generation des Steuergerätes hat auch ein Mikrofon und gehorcht auf Sprachkommandos. Zudem hat LG eine 3D-Kamera entwickelt, die Bewegungen registriert und umsetzt. Beides – Sprach- und Gestensteuerung – bietet Microsoft mit seiner Xbox-Steuerung Kinect schon länger.

Kommentare (1)

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Mollemopp

10.01.2012, 16:38 Uhr

Apple hat es mit der Ankündigung ihres Fernsehgerätes richtig gemacht. Sofort wird gesamte Branche wach und wirft Geräte mit besserer Bedienbarkeit auf den Markt. Apple schaut sich dann den Wettbewerb genau an und kann dann noch ein paar Ideen übernehmen. Bekanntlich liefert Apple bei der 1.Gerätegeneration sowieso nicht alle Möglichkeiten aus. Der Apple-Kunde soll doch jedes Jahr die neuesten Geräte mit den neuesten Innovationen kaufen. Fortschritt gibt es nur häppchenweise. Ein paar Probleme sehe ich aber dennoch. Da es Flatscreen-noch nicht so lange gibt und das Preis-Bildqualitätsverhältnis seit kurzem erst erträglich ist, werden viele erst ein nuese Gerät haben und nicht sofort wieder einen Fernseher kaufen. Zumal einige wahrscheinlich schon den 1.Fehlkauf durch das wenig nützliche 3D hinter sich haben. Und was nützt mir Programmwechsel per Sprache, wenn ich einen Satelittenreceiver neben dem Fernseher stehen habe? Und was, wenn die Geräte toll sind, aber die Fersehprogramme nur Rotz senden und ich für GEZ und Sky und HD schon jede Menge Zusatzkosten habe? Die Entwicklung ist gut, doch der Run auf die Geräte bleibt abzuwarten.

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