Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.08.2011

12:56 Uhr

Cyber-Großangriff

Weltweite Hacker-Attacke auf Firmen und Behörden

Sicherheitsexperten haben eine beispiellose Serie von weltweiten Hacker-Angriffen aufgedeckt. Die US-Regierung zählt zu den Opfern, ebenso die Uno, das IOC und zahlreiche Unternehmen. Hinter den systematischen Attacken steckt offenbar ein Land.

Mehr als 70 Behörden, Unternehmen und Institutionen wurden zum Teil über Jahre hinweg ausgespäht. Quelle: dpa

Mehr als 70 Behörden, Unternehmen und Institutionen wurden zum Teil über Jahre hinweg ausgespäht.

BostonSicherheitsexperten haben die bisher größte Serie von Hacker-Angriffen auf Regierungen, Konzerne und internationale Organisationen aufgedeckt. Auch ein deutsches Wirtschaftsprüfer-Unternehmen zähle zu den 72 Opfern der vergangenen fünf Jahre, teilte die Sicherheitsfirma McAfee am Mittwoch mit.

Hinter den Attacken, die sich vor allem gegen US-Ziele richteten, stecke vermutlich ein Staat. McAfee benannte das verdächtige Land zwar nicht, Sicherheitsexperten spekulierten jedoch über China als Drahtzieher. Das Land ist in der Internet-Spionage sehr aktiv.

Dreiste Angreifer

Laut McAfee zählen zu den Opfern des Langzeit-Angriffs die Regierungen der USA, Taiwans, Indiens, Südkoreas, Vietnams und Kanadas. Außerdem richteten sich Attacken gegen das UN-Sekretariat in Genf, die Organisation Südostasiatischer Staaten (ASEAN), das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Welt-Anti-Dopingbehörde gerichtet. Auch Unternehmen - von Militär-Dienstleistern bis hin zu High-Tech-Elektronikfirmen - seien betroffen.

Im Fall der UNO brachen die Täter laut McAfee vor drei Jahren in das Computersystem der Organisation in Genf ein, arbeiteten dort zwei Jahre lang im Verbogenen und sichteten in aller Ruhe riesige Mengen geheimer Daten. „Sogar wir waren überrascht von der ungeheuren Vielfalt der Opfer und entsetzt über die Dreistigkeit der Angreifer“, schrieb der Vize-Präsident von McAfee für die Bedrohungsanalyse, Dmtri Alperovitch, in seinem 14-seitigen Bericht.

Was mit den ganzen Daten geschehe, sei unklar. „Sollte allerdings nur ein Bruchteil davon genutzt werden, um bessere Konkurrenzprodukte zu bauen oder einen Wettbewerber bei Verhandlungen zu schlagen, dann bedeutet der Verlust einen massive wirtschaftliche Bedrohung“, so Alperovitch.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

03.08.2011, 12:25 Uhr

Und was wird passieren? Nichts! Weil keiner den Mut hat mal ein Stopzeichen zu setzen! Bsp. Wäre ich Google gewesen und hätte herausgefunden, dass die chinesische Regierung mich gehackt hat, dann würde ich mal die Regierungsrechenzentren mal lahm legen! Ganz einfach! Es kann nicht sein dass China sich sowas erlauben kann ohne Konsequenzen.

Account gelöscht!

04.08.2011, 15:18 Uhr

Seit wann ist eine "german accounting firm" ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen? Das könnte z.B.SAP oder Datev sein! Wurde das bewusst falsch übersetzt?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×