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05.06.2012

15:02 Uhr

Cyber-Krieg

Ministerium sieht Bundeswehr für Cyber-Angriff gerüstet

Bedingt angriffsbereit: Laut Verteidigungsministeriums besitzt die Bundeswehr nun eine „Anfangsbefähigung“ für den Angriff auf fremde Computernetzwerke.

Teile des Codes des neu entdeckten Computerviruses Flame. Die Bundeswehr soll nun auch feindliche Computernetzwerke angreifen können. dapd

Teile des Codes des neu entdeckten Computerviruses Flame. Die Bundeswehr soll nun auch feindliche Computernetzwerke angreifen können.

BerlinDie Bundeswehr ist nach Einschätzung des Verteidigungsministeriums für den Cyber-Krieg gerüstet. Nach jahrelanger Vorbereitung ist die dafür gebildete Spezialeinheit zu Angriffen auf gegnerische Netzwerke in der Lage. Die „Anfangsbefähigung“ für solche Attacken sei erreicht, heißt es in einem Papier des Ministeriums, das der dpa vorliegt.

Die für Cyber-Angriffe zuständige Abteilung „Computernetzwerkoperationen“ (CNO) ist streng abgeschottet in der Nähe von Bonn stationiert. Einzelheiten zu ihrer Größe und Arbeit behandelt das Ministerium als Geheimsache.

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Die Bundeswehr hat bereits vor 20 Jahren begonnen, sich mit den Bedrohungen aus dem Internet zu befassen. 2002 wurde ein Krisen-Reaktions-Team zur Abwehr von Cyber-Attacken beim Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr eingerichtet.

Die für Cyber-Attacken zuständige CNO-Einheit arbeitet davon getrennt. Zu ihrer Arbeitsweise macht das Papier des Verteidigungsministeriums, über das auch die „Financial Times Deutschland“ berichtete, kaum konkrete Angaben. Die Abteilung habe die Möglichkeit, „Simulationen in einer abgeschlossenen Laborumgebung“ durchzuführen, heißt es darin lediglich.

Von

dpa

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