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04.10.2012

14:23 Uhr

Cyberattacke

Hacker schießen sich auf Schweden ein

VonHelmut Steuer

Schweden sieht sich einer massiven Hacker-Offensive gegenüber. Nach Angriffen auf Notenbank, Militär und Behörden arbeiten IT-Experten unter Hochdruck, um sich gegen bereits angekündigte neue Attacken zu wappnen.

Da niemand weiß, wer sich hinter Anonymous verbirgt, kann die Polizei nicht eingreifen. dpa

Da niemand weiß, wer sich hinter Anonymous verbirgt, kann die Polizei nicht eingreifen.

StockholmEs muss der Albtraum einer jeden Regierung sein: Binnen weniger Stunden werden die Internet-Server der Notenbank, des Parlaments, des Militärs, mehrerer Behörden, einiger Universitäten und der eigenen Regierungsseite lahmgelegt. Das, was sich wie eine Szene aus einem Science Fiction-Roman anhört, geschah in der vergangenen Nacht in Schweden.

Eine gute Stunde lang ging so gut wie nichts mehr. Wichtige Internet-Seiten waren blockiert, entweder erschien eine Überlastungsmeldung oder es passierte gar nichts mehr. Und das soll nur der Anfang gewesen sein: Wie üblich maskiert, kündigte ein Vertreter der Hacker-Gruppe Anonymous via You Tube die „bislang größte Aktion“ in der Geschichte  der Internet-Aktivisten gegen schwedische Server an. Am morgigen Freitag soll sie stattfinden. „Schwedische Regierung, Ihr kennt unsere Fähigkeiten und wisst, was wir wollen. Ihr habt die Wahl“, drohte der Anonymous-Vertreter.

Hintergrund für die Aktionen von Anonymous ist vermutlich eine Razzia der schwedischen Polizei am vergangenen Montag gegen den Internet-Provider PRQ. Dort nahmen die Ordnungshüter mehrere Server mit, auf denen sie urheberrechtlich geschütztes Material vermuten.

Es ist nicht der erste Schlag gegen PRQ. Das Unternehmen geriet vor einiger Zeit in den Fokus, weil es die Server für die umstrittene Enthüllungsplattform Wikileaks und die weltweit größte, aber illegale Tauschplattform The Pirate Bay zur Verfügung stellte. Bei Anonymous bezeichnet man die Razzia als einen „Angriff auf die Informationsfreiheit“.

Auch die eventuelle Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange von Großbritannien nach Schweden gilt als möglicher Grund für die Attacken gegen schwedische Internet-Seiten. Die schwedische Staatsanwaltschaft will Assange wegen des Vorwurfes der sexuellen Belästigung zweier Frauen verhören. Der Wikileaks-Gründer hatte sich nach Großbritannien abgesetzt, weil er befürchtete, von Schweden in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm möglicherweise ein Verfahren wegen Geheimnisverrats droht.

Kommentare (3)

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SMP_multinode

04.10.2012, 20:38 Uhr

Einen DDOS Angriff kann man nicht Hacken nennen und wenn der zuständige Admin nicht weiß wie man sich gegen potentielle DDOS Angriffe wehrt gehört der gefeuert.

Aber eine Aussage wie
„Bei uns gibt es mehrere Personen, die sich ausschließlich um unsere Internet-Seiten und unsere IT kümmern“
sagt ja eigentlich schon alles ...

assangier

04.10.2012, 22:01 Uhr

Geil!!! Das ist das Assange-Feuer!! Bis ihn diese Narzisten in Ruhe lassen. Die da nur auf spätpubertäre Mädels hören, die dann gar keine Klage erwirken wollten. Mädel aus der Wäschekammer, schwedisch egozentriert..

DNA-Vaterschaftstest-Schnuller

30.12.2012, 15:58 Uhr

http://central.banktunnel.eu/sprengkoerper.jpg

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